Stadt Bremen ist Risikogebiet: Was bedeutet das für Bremerhaven?

Anders als in Bremen-Stadt ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bremerhaven niedrig. Wie geht die Stadt damit um – und was müssen Reisende beachten?

Luftbild der Bremerhavener Hafenwelten und Innenstadt.
Für Bremerhaven gelten derzeit keine besonderen Einschränkungen wegen steigender Corona-Zahlen. Bild: DPA | Ingo Wagner

Die Stadt Bremen hat am Mittwoch die kritische Obergrenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Mit einem Inzidenzwert von 57,6 ist sie damit Risikogebiet geworden. Als zweite Stadt des Bundeslandes ist Bremerhaven davon weit entfernt, dort liegt der Wert deutlich darunter. Bremerhaven sieht darum bisher keinen Grund für neue Einschränkungen wegen der steigenden Corona-Zahlen.

Die 7-Tage-Inzidenz liege mit 5,1 voll im grünen Bereich, sagte ein Sprecher der Stadt. Für Pendler und Urlaubsreisende aus und nach Bremerhaven gelten deshalb keine besonderen Regelungen. Da der Hafen der Stadt rechtlich zum Stadtgebiet Bremens gehört, ist dieser jetzt Risikogebiet. Besondere Auswirkungen habe das aber bisher nicht.

Herbstferien für Bremerhavener nicht in Gefahr

Andere Bundesländer handhaben den Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten ohne negativen Corona-Test unterschiedlich. So will das benachbarte Niedersachsen sich dem am Mittwoch von den Ländern mehrheitlich beschlossenen Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten anschließen. Man müsse an der Stelle eingrenzen, sagt Nathalie Rübsteck vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Niedersachsen. Für Bremerhavener gebe es demnach allerdings keine Einschränkungen.

Reisen nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern möglich

Besonders strenge Regeln und ein komplettes Einreiseverbot für Menschen aus Risikogebieten gilt in Mecklenburg-Vorpommern. Dort führt das Landesamt für Gesundheit eine täglich aktualisierte Liste mit Postleitzahlen aktuell betroffener Gebiete. Laut Dehoga Mecklenburg-Vorpommern richten sich danach auch Hotels bei Buchungsanfragen. Im Vergleich zu Bremen gehört Bremerhaven derzeit nicht dazu, mit Ausnahme des Hafens, der zum Stadtbremischen Gebiet gehört. Auch in Bayern wird bei Buchungsanfragen die Herkunft der Gäste geprüft und, ob es sich dabei laut Robert-Koch-Institut um ein Risikogebiet handelt. Demnach können Bremerhavener ebenfalls problemlos nach Bayern reisen.

Innerdeutsche Risikogebiete: Kriegen Bremer kein Hotelzimmer mehr?

Video vom 7. Oktober 2020
Die Bremer Altstadt von der Vogelperspektive aufgenommem, mit einer großen roten Aufschrift "Risikogebiet".
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Joschka Schmitt Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Oktober 2020, 19:30 Uhr