Brand auf Lürssen-Werft: Größter Bremer Feuerwehr-Einsatz seit Kriegsende

  • Drei Tage lang waren bis zu 900 Feuerwehrleute aus der ganzen Region im Einsatz
  • Laut Feuerwehr war es der "personell umfangreichste Einsatz der Nachkriegszeit"
  • Jetzt muss die Brandursache ermittelt werden
Feuerwehrkräfte beim Einsatz auf der Bremer Lürssen-Werft.
Das Feuer war in der Nacht zu Freitag in einem Schwimmdock der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack ausgebrochen.

Der Großbrand auf der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack ist endgültig gelöscht. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden am Abend auch die letzten sogenannten Nachlöscharbeiten beendet. Komplett vorbei ist der Einsatz allerdings immer noch nicht: Bis Montagmorgen bleibt noch eine Brandwache vor Ort.

Mehr als zwei Tage lang hatten die Flammen auf einer Großjacht im Schwimmdock der Lürssen-Werft gewütet. Der leitende Branddirektor der Bremer Feuerwehr, Karl-Heinz Knorr, nannte den Einsatz am Sonntagabend den "personell umfangreichsten Einsatz der Nachkriegszeit".

Er zeigte sich erfreut darüber, dass der Einsatz "erfolgreich und ohne wesentliche Unfälle" beendet werden konnte. Vier Feuerwehrleute sind leicht verletzt worden. Drei von ihnen wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht, konnten nach ambulanter Behandlung aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig: Nur langsam kamen die Feuerwehrleute an die Brandherde heran, im Schwimmdock fiel das Licht aus und im dichten Qualm mussten immer wieder Wasserschläuche nachgereicht werden. Zwischenzeitlich waren rund 900 Einsatzkräfte aus dem gesamten Raum zwischen Elbe und Ems im Einsatz.

Auch Spezialisten aus Hamburg kamen zu Hilfe

Auch 23 speziell für Schiffsbrände geschulte und trainierte Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg seien auf zwei Decks im Inneren des Schiffs eingesetzt worden. Am Sonntagvormittag waren dann nur noch etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremen vor Ort.

Warum das Feuer in der Nacht zu Freitag ausbrach, ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Immerhin: Ein Feuerwehrsprecher sagte am Sonntag zu buten un binnen, dass der Brand weder Umwelt noch Menschen gefährdet habe.

Zur Schadenshöhe konnte ein Sprecher der Werft noch keine Angaben machen. Er rechne aber damit, dass der Betrieb auf den freigegebenen Flächen am Montag wieder aufgenommen werden kann. Bei Lürssen sind am Bremer Standort 1.200 Menschen beschäftigt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. September 2018, 14 Uhr