Exklusiv

Besetzer des alten Sportamtes könnten bleiben

  • Bremen stellt Bedingungen für weitere Nutzung
  • Links-autonome Besetzer haben sich noch nicht entschieden
  • Altes Sportamt seit gut zwei Jahren besetzt
Besetztes Sportamt im Peterswerder (Archivbild)
Die Besetzer des alten Sportamts können möglicherweise bleiben. Bild: Christian Bordeaux

Seit gut zwei Jahren besetzt eine links-autonome Gruppe das alte Sportamt am Weserstadion. Jetzt die überraschende Wende: Die Besetzer können möglicherweise bleiben, aber nicht ohne Gegenleistung.

Eine Sprecherin der zuständigen Bremer Finanzbehörde bestätigte buten un binnen, dass die Stadt der Gruppe ein Angebot gemacht hat. Es sei aber an bestimmte Bedingungen geknüpft: So sollen sich zum Beispiel nicht beliebig viele Personen in dem Gebäude aufhalten dürfen. Der Sprecherin zufolge haben die Besetzer das Angebot bisher weder abgelehnt noch ihm zugestimmt.

2011 war die Gruppe aus dem links-alternativen Spektrum mit einem befristeten Nutzungsvertrag in das leerstehende alte Sportamt eingezogen. Mit der Stadt wurde damals eine Art Zwischennutzung für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen vereinbart. Die Situation eskalierte, als die Gruppe vor zwei Jahren Platz machen sollte – die Stadt hatte andere Pläne mit dem Gebäude. Die Gruppe weigerte sich zu gehen und besetzte das alte Sportamt. Seitdem verhandeln beide Seiten, bis heute aber ohne konkretes Ergebnis. Auch auf Angebote, in andere leerstehende Gebäude umzuziehen, ließ sich die Gruppe bisher nicht ein.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Juni 2017, 19:30 Uhr