Bremische Häfen rechnen mit Folgen durch Coronavirus

  • Die konkreten Folgen sind jedoch laut Bremenports noch unklar
  • "Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird", sagte Sprecher
  • Wirtschaft rechnet mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost
Ein Container-Schiff liegt an der Kaje des Container-Terminals in Bremerhaven. Hinter der Kaje stehen viele Container.
Hoher Umschlag: China ist der zweitwichtigste Handelspartner von Bremen. Ob das die Ausbreitung des Virus begünstigt, ist aber noch unklar. (Archivbild) Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie dürften sich in absehbarer Zeit auch in den Häfen von Bremerhaven und Wilhelmshaven bemerkbar machen. Zwar seien die konkreten Folgen für den Seehandel mit China noch unklar. Aber: "Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird", sagte Bremenports-Sprecher Holger Bruns. Belastbare Daten dazu gebe es noch nicht.

Für die bremischen Häfen hat China seit Jahren eine hohe handelsstrategische Bedeutung. Die Volksrepublik ist nach den USA und vor Russland der zweitwichtigste Handelspartner des kleinsten Bundeslandes. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) rechnen mehrere Branchen in den kommenden Wochen mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost, unter anderem Elektro, Automobil, Pharma und Papier.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Februar 2020, 11 Uhr