Überfüllte Bahnen in Achim: Amazon fordert mehr Züge für Mitarbeiter

Überfüllte Bahnen in Achim: Amazon fordert mehr Züge für Mitarbeiter

Luftaufnahme vom Bahnhof in Achim.
Zum Schichtwechsel sind die Bahnsteige in Achim voll mit Amazon-Pendlern. (Archivbild) Bild: DPA | Ingo Wagner
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • Bahnsteige in Achim sind regelmäßig überfüllt mit Amazon-Pendlern
  • Konzern, Stadt und Landkreis wollen sich für zusätzliche Züge einsetzen
  • Viele der 2.000 Amazon-Mitarbeiter nutzen Busse und Bahnen

Immer zum Schichtwechsel beim Versandhändler Amazon sind die Bahnsteige in Achim und Baden total überfüllt. Corona-Abstände können nicht eingehalten werden. Deshalb setzen sich die Stadt Achim, der Landkreis Verden und der Versandhändler nun gemeinsam für zusätzliche Züge auf der Strecke ein – am liebsten schon zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember.

Eigentlich freuen wird uns ja, dass so viele der 2.000 Amazon-Mitarbeiter Busse und Bahnen für ihren Weg zur Arbeit nutzen.

Bernd Kettenburg, Wirtschaftsförderer der Stadt Achim

Doch das Gedränge zum Schichtwechsel auf den Bahnsteigen sei einfach zu groß, meint Kettenburg.

Noch viele ungeklärte Fragen

Im Amazon Logistikzentrum werden Pakete für den Versand vorbereitet
Rund 2.000 Menschen arbeiten bei Amazon in Achim. (Symbolbild) Bild: DPA | Uli Deck

Deshalb suchen die Stadt Achim, der Landkreis Verden und Amazon nun gemeinsam nach einer Lösung, wie zuätzliche oder längere Züge auf die Strecke zwischen Verden und Bremen gebracht werden können. Auch die Landesnahverkehrsgesellschaft, die die Züge genehmigen müsste, ist schon informiert. Es sei nicht einfach, den gestiegenen Bedarf zu befriedigen, sagt der Wirtschaftsförderer – denn es ist unklar, ob es überhaupt genug zusätzliche Waggons gibt – und vor allem, ob die Bahnsteige an allen Bahnhöfen für längere Züge ausreichen.

Auch die anderen Bahnunternehmen auf der Strecke, Nordwestbahn und Erixx, sind bereits an den Gesprächen beteiligt. Kurzfristig werde es keine Abhilfe geben, sagt der Sprecher der Landesnahverkehrsgesellschaft, Dirk Altwig. Die Strecke sei einfach extrem ausgelastet. Deshalb werde nun geklärt, ob zusätzliche oder längere Züge zum Fahrplanwechsel 2022/2023 angeboten werden können.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 28. September 2021, 12 Uhr