Energiekrise bedroht norddeutsche Metall- und Elektroindustrie

Zwei Hände in Schutzhandschuhen halten einen Metallring. Daneben liegt eine Zange.
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Umfrage ergibt Existenznot bei norddeutscher Metall- und Elektroindustrie.
  • Grund sind gestiegene Energiekosten.
  • Ein Fünftel der befragten Unternehmen rechnet mit Personalabbau oder Kurzarbeit.

Die gestiegenen Energiekosten sind für jedes zehnte Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland nach eigener Auskunft existenzbedrohend. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord, an der sich 90 Unternehmen beteiligt haben. Die Lage sei leider eindeutig, nämlich wirklich schlecht, sagte der Hauptgeschäftsführer von Nordmetall und AGV Nord, Nico Fickinger.

Laut der Umfrage haben 90 Prozent der Unternehmen Maßnahmen ergriffen, um Energie einzusparen. Bei jedem Vierten habe das in großem Umfang auch geklappt. Dennoch sähen die Unternehmen schwierige Zeiten auf sich zukommen. 81 Prozent der Betriebe erwartet demnach einen weiteren Rückgang der Gewinne, ein Fünftel geht davon aus, Personal abbauen oder Kurzarbeit einführen zu müssen. Laut den Arbeitgeberverbänden müsse die bedrohliche Lage bei den Tarifverhandlungen berücksichtigt werden. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten derzeit acht Prozent mehr Geld.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. Oktober 2022, 15 Uhr