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Weiterer Bremer Pflegeheim-Betreiber in wirtschaftlicher Schieflage

Ein Rollator steht vor einem leeren Sessel.

Weiterer Bremer Pflegeheim-Betreiber in wirtschaftlicher Schieflage

Bild: dpa | picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert
  • Betreiber Convivo ist offenbar in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
  • Gruppe betreibt zehn Einrichtungen in Bremen.
  • Insolvenz würde allerdings nicht alle Einrichtungen betreffen.

In Bremen stehen weitere Pflegeeinrichtungen möglicherweise vor dem Aus. Die Sozialbehörde hat am Freitagnachmittag Vertreter aller Bürgerschaftsfraktionen über die wirtschaftliche Schieflage der Bremer Convivo Gruppe informiert. Das hat der sozialpolitische Sprecher der FDP, Magnus Buhlert, buten un binnen bestätigt.

Die Convivo Holding betreibt demnach allein in Bremen zehn Einrichtungen, in denen rund 500 Menschen untergebracht sind. Wie es für die Bewohnerinnen und Bewohner nun weitergeht, steht noch nicht fest. Von einer Insolvenz wären nach Angaben von Buhlert nicht alle Einrichtungen betroffen. "Ich nehme wahr, dass die Behörde sensibel und mit Hochdruck an Lösungen arbeitet", so Buhlert. Auch die Sozialbehörde hat die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens inzwischen bestätigt. Die Convivo Gruppe war am Freitagnachmittag zunächst nicht für eine Auskunft zu erreichen.

Auch andere Pflegeheim-Betreiber in Schieflage

Erst im Dezember wurde bekannt, dass ein Pflegeheim am Kirchweg in der Bremer Neustadt nicht weiter betrieben werden kann. Auch in diesem Fall hatte der Betreiber, ein Mitglied der Diakonie, Insolvenz angemeldet. Die rund 90 Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich seither nach neuen Unterkünften umsehen. Um den Umzug erträglicher zu gestalten, hatte das Sozialressort den Betrieb für weitere zwei Monate gesichert und dafür eine halbe Million Euro bereitgestellt.

Bremer Pflegeheim-Betreiber in finanziellen Schwierigkeiten

Bild: dpa | Marijan Murat

Autor

  • buten un binnen-Reporter Sebastian Manz
    Sebastian Manz Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 20. Januar 2023, 19 Uhr