Bund und Länder wollen sich gegen Corona-Welle im Herbst wappnen

Eine FFP2-Maske liegt im Herbst-Laub.

Bund und Länder wollen sich gegen Corona-Welle im Herbst wappnen

Bild: Imago | CHROMORANGE | Christian Ohde
  • Kanzler Scholz will Impfangebot ausweiten .
  • Flächendeckende Schließung von Schulen und Kitas müsse vermieden werden.
  • Länder-Gesundheitsminister wollen 2G- oder 3G-Regelungen für bestimmte Einrichtungen.

Bund und Länder wollen sich frühzeitig auf eine mögliche neue Corona-Welle im kommenden Herbst und Winter vorbereiten. Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder und Kanzler Olaf Scholz (SPD) einigten sich darauf, vor allem das Impfangebot auszuweiten.

Kanzler Scholz sagte: "Wir haben jetzt Sommerreifen drauf – es geht darum, dass wir auch die richtigen Winterreifen bereit haben." Alle Handlungsmöglichkeiten, die gebraucht würden, sollten bei einer möglichen Verschärfung der Corona-Lage im Herbst und Winter zur Verfügung stehen, so der SPD-Politiker. Scholz sagte aber zu, dass der Bund für ein ausreichendes Angebot an Impfstoffen sorgen werde.

Maskenpflicht in Innenräumen ab Herbst möglich

In einem einstimmigen Beschluss hatten die Länder-Gesundheitsminister bereits mögliche Instrumente aufgelistet. Ab Herbst könnte demnach etwa mit einer Maskenpflicht in Innenräumen reagiert werden. Zudem soll es um 2G- oder 3G-Zugangsregeln mit Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen für bestimmte Einrichtungen gehen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte, das Land müsse vorausschauend bleiben im Umgang mit der Pandemie.

Wir würden uns alle wünschen, die Pandemie wäre vorbei, sie ist es aber nicht und deswegen wollen wir gemeinsam die Vorbereitungen treffen, um gut vorbereitet zu sein für den nächsten Herbst und Winter.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen (CDU)

Wüst betonte, dass die erneute flächendeckende Schließung von Schulen und Kitas unbedingt vermieden werden solle. Der CDU-Politiker begrüßte es, dass Bund und Länder in der Corona-Pandemie zu einem gemeinsamen Handeln zurückgefunden hätten. Scholz selbst zeigte sich ebenfalls zufrieden und sprach von einem großartigen Familientreffen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. Juni 2022, 23 Uhr