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CSD, Hosen, Maffay: Bremen heute proppevoll – das sollten Sie wissen

Eine Regenbogenfahne weht auf einem Gebäude in Berlin

Große Partysause in Bremen: Wo es heute zu Staus und Umleitungen kommt

Bild: DPA | Xander Heinl

Konzerte und CSD-Demo: Zehntausende Menschen kommen am letzten Wochenende, an dem das 9-Euro-Ticket gilt, nach Bremen. Schon ab Samstagmorgen sind Straßen gesperrt.

Das wird eine riesengroße Party in Bremen: Der Christopher Street Day lockt am Samstag laut Polizei bis zu 15.000 Menschen auf die Straße. Zum Konzert der Toten Hosen auf der Bürgerweide werden 35.000 Menschen erwartet. Nebenan in der ÖVB-Arena spielt Rocker Peter Maffay vor rund 10.000 Menschen. Und all diese Gäste können günstig anreisen, es ist das letzte Wochenende, an dem das 9-Euro-Ticket gilt.

Es wird voll! Die Unterkünfte in Bremen sind so voll wie seit seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Im vergangenen Juni gab es laut der Bremer Wirtschaftsförderung mehr Übernachtungen als im Juni 2019.

Ob Polizei, Veranstalter oder der gesunde Menschenverstand: Niemand würde empfehlen, an diesem Tag mit dem Auto anzureisen, weil schon ab dem Morgen Straßen gesperrt werden. Bus und Bahn passen sich den Bedingungen an, wie BSAG-Sprecher Andreas Holling buten un binnen sagte. "Wir können nicht überall fahren und die Sperrungen ändern sich – je nachdem, wo der Demozug gerade ist – im Laufe des Tages." Hier eine Übersicht über Events und Bedingungen:

1 Letztes Wochenende mit dem 9-Euro-Ticket

Nur noch wenige Tage bis zum 31. August gilt das günstige Bahnticket, und dies ist das letzte Wochenende. Gut möglich, dass sich auch neben der Anreise zu Konzerten und zur CSD-Demo Menschen auf den letzten Drücker überlegen, Bremen zu besuchen. Weil der Bahnhof Durchgang zur Bürgerweide und der ÖVB-Arena ist, wird es dort Gedrängel geben. Aber denken Sie daran, wie es wäre, wenn Sie jetzt gerade versuchen würden, mit dem Auto ein Ziel in Bremen zu erreichen. Bei Stau auf den Straßen fühlt sich der Gang durch die Bahnhofshalle dann an wie ein Slalom im Flowzustand.

2 Christopher Street Day in Bremen – so groß wie nie?

"Für Frieden, Akzeptanz und Vielfalt" – das ist das Motto des diesjährigen CSD in Bremen. Mit 15.000 Besucherinnen und Besuchern rechnet die Polizei. Regenbogenflaggen wollen die Demonstrantinnen und Demonstranten wieder zeigen, um deutlich zu machen, wofür das Ereignis steht: Für die Rechte von Schwulen und Lesben, Trans-, Inter- und Bisexuellen. Dieses Jahr feiert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) mit, an seiner Seite SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der in Bremen zu Gast ist.

Um 12 Uhr am Samstagmittag geht die CSD-Demonstration am Altenwall in Bremen los. Schon zwei Stunden vorher versammeln sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie ziehen über den Wall zum Hauptbahnhof. Von dort geht es weiter über die Bürgermeister-Smidt-Straße, Obernstraße und den Marktplatz. Endpunkt der Demonstration ist der Altenwall. Vor der Kunsthalle wird der Christopher Street Day mit einer Kundgebung beschlossen.

Schon ab dem Morgen sind viele Straßen wegen des CSD im Innenstadtbereich gesperrt: Sowohl für den Auto- als auch den Bus- und Bahnverkehr. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Staus und Umleitungen einstellen.

Die Route der CSD-Demonstration am Samstag:

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3 Tote Hosen mit Open Air auf der Bürgerweide

Bei zwei Konzerten, die räumlich so dicht beieinanderliegen, ist es wichtig, dass Besucher die Orte nicht verwechseln, sagt Kerstin Weiss, Pressereferentin der ÖVB-Arena. "Die Toten Hosen spielen NICHT in der ÖVB-Arena, sondern draußen auf der Bürgerweide", betont sie mit Blick auf den Samstagabend. Das Konzert der Band aus Düsseldorf und das von Peter Maffay sind zeitversetzt geplant, sodass nicht etwa 75.000 Menschen zeitgleich über das Gelände laufen.

Um 16:30 Uhr ist Einlass bei den Toten Hosen. Die haben vor 40 Jahren in Bremen ihr erstes Konzert gegeben und wollen das auf ihrer Jubiläumstour feiern. "Alles aus Liebe – 40 Jahre Tote Hosen" ist der Titel der Tour – um 18:20 Uhr geht es mit den Vorbands los.

4 Peter Maffay - Rock-Urgestein und Voice-of-Germany-Coach

Sänger Peter Maffay träft eine Lederweste und singt in ein Mikro.
Bild: Imago | POP-EYE

Auch Peter Maffay feiert Jubiläum: 50 Jahre auf der Bühne. Aktuell zeigt er sich auch zum ersten Mal als Coach bei der Sendung "Voice of Germany". Seine Fans werden am Samstag um 18 Uhr in die ÖVB-Arena gelassen, wo der Rockstar nach mehreren Verschiebungen seines Konzertes auftritt. Einlass ist also eineinhalb Stunden später als bei den Toten Hosen nebenan.

Das Ende ist für 22 Uhr in etwa geplant – die Toten Hosen sind voraussichtlich eine Stunde später fertig. Und mit diesem Zeitpuffer sollte das auf dem Gelände gut entzerrt werden, wie Kerstin Weiss von der ÖVB-Arena sagt. Doch sie hat noch einen wichtigen Hinweis: "Es gibt kaum Parkplätze auf der Bürgerweide und deshalb würden wir nie aktiv empfehlen, mit dem Auto zu kommen." Weiss verweist auf die Parkhäuser am Bahnhof und der Uni. Die, die es können, sollen mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad kommen.

Im Messeparkhaus kann man im Vorfeld ein "Park and Ride"-Ticket kaufen – aber das ist ausgebucht.

Kerstin Weiss, Pressereferentin ÖVB-Arena

Und man sollte auf keinen Fall auf den letzten Drücker zu den Konzerten erscheinen. Das dürfte angesichts der Verkehrslage und erwarteten Stau die Nerven übermäßig strapazieren.

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5 Und am Sonntag?

Da ruhen sich viele Touristinnen und Touristen sowie Bremer und Bremerhavener wahrscheinlich erst mal aus. Aber nicht zu lange: Denn Fußball-Bundesligist Werder Bremen tritt an zum dritten Heimspiel der Saison. Und wer mit den Grün-Weißen mitfiebern will – Eintracht Frankfurt ist zu Gast – sollte sich für das Spiel um 17:30 Uhr rechtzeitig fertigmachen – also auch nicht erst zum Anpfiff am Stadion sein. Auch hier empfiehlt sich eine Anreise zu Fuß, per Rad oder mit Bus und Bahn.

So prägte Bremen die Entstehung der Toten Hosen vor 40 Jahren

Bild: Radio Bremen

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Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. August 2022, 7 Uhr