Diese 4 Maßnahmen sollen den Bremer Unisee vor Blaualgen retten

Die Sonne geht über einem See unter. Im Vordergrund ist ein Steg zu sehen.

Bremer Umweltbehörde kämpft gegen giftige Blaualgen im Unisee

Bild: dpa | Carmen Jaspersen

Die Bremer Umweltbehörde möchte den Unisee als Badesee erhalten und das Wachstum von Blaualgen eindämmen. Eine ganze Reihe an Maßnahmen soll helfen.

Blaualgen setzten Giftstoffe frei, die bei Menschen Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden oder auch allergische Reaktionen hervorrufen können. Dieses Jahr waren die Blaualgen im Unisee bereits im April aufgetreten – sehr früh in der Saison.

1 Schutzzonen für Pflanzen

Kurzfristig sollen Schutzzonen für vorhandene Schilfgürtel am Ufer sowie für den Pflanzen unter Wasser helfen: Sie entziehen dem Wasser Nährstoffe und sollen so das Wachstum der Algen beschränken. Zudem sollen Röhrichtmatten weitere Uferabbrüche verhindern, die Badegäste insbesondere am Nordufer verursachen.

2 Weniger Karpfen

Karpfen suchen am Seeboden nach Nahrung. Dabei reißen sie die Wurzeln von Wasserpflanzen aus und schädigen damit die Unterwasservegetation nachhaltig. In Zusammenarbeit mit dem Sportfischerverein werden daher gezielt Karpfen aus dem See geholt.

3 Großmuscheln als Wasserfilter

Darüber hinaus sollen Großmuscheln in den See gesetzt werden. Sie filtern große Wassermengen und entziehen dem Wasser unter anderem Mikroorganismen, Plankton, Schwebstoffe und Bakterien.

4 Starker Eingriff durch Phosphor-Entzug?

Als weitere Maßnahme könnte eine Fällung infrage kommen: Dabei wird dem Gewässer einmalig durch ein chemisch-physikalisches Verfahren Phosphor entzogen. Phosphor ist ein wichtiger Nährstoff für Blaualgen. Als starker Eingriff in das Ökosystem sei diese Maßnahme gut abzuwägen, betont die Umweltbehörde.

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 29. Mai 2024, 16 Uhr