Künftige Finanzierung des Bremer Kinderrechtebüros weiterhin offen

Ein Junge spielt auf einem Spielplatz mit einer Wasserpumpe.
Bild: Imago | Funke Foto Services

Der Kinderschutzbund Bremen hat bei der Sozial- sowie der Bildungsbehörde um Unterstützung für das Projekt gebeten. Doch bislang gab es nur von einem Ressort positive Signale.

Die Zukunft des Bremer Jugend- und Kinderrechtebüros ist immer noch ungeklärt. Um die Weiterfinanzierung des Projekts zur besseren Sichtbarkeit der Kinderrechte auch im kommenden Jahr sicherzustellen, hatte der Kinderschutzbund Bremen sowohl beim Sozial- als auch beim Bildungsressort um Unterstützung gebeten. "Auf eine verbindliche Zusage warten wir allerdings noch immer", sagt Iris von Engeln, Geschäftsführerin vom Kinderschutzbund Bremen.

Auf Anfrage von buten un binnen teilte ein Ressortsprecher mit, dass die Sozialbehörde die anfallenden Kosten zur Hälfte übernehmen wolle. Ob sich aber auch das Bildungsressort an der Förderung beteiligt, steht noch nicht fest. "Kinder brauchen eine Lobby, das Eintreten für Kinderinteressen und Kinderrechte in allen Politikbereichen ist eine unverzichtbare Aufgabe aller Ressorts", sagte Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) zu buten un binnen.

Mein Ressort steht vor der Herausforderung, mehr Kinder in den Kitas und Schulen mit möglichst hoher Qualität zu betreuen. Dafür benötigen wir erheblich mehr Mittel im Haushalt als bislang, da liegen noch große Herausforderungen vor uns.

Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) zu buten un binnen

Mitte des Jahres lief die Finanzierung aus

Das Büro wurde vor drei Jahren unter dem Dach des Bremer Kinderschutzbundes eingerichtet. Zwei Mitarbeiter setzen sich laut Kinderschutzbund unter anderem dafür ein, "dass die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen angehört und ernst genommen werden". Die Finanzierung erfolgte bislang vor allem über eine Förderung der Gemeinnützigen Organisation "Aktion Mensch", die jedoch Ende Juni auslief. Seitdem finanziert sich das Kinderrechtebüro über Spenden und Stiftungsgelder.

Die Bremer Regierungskoalition hatte in ihrem Koalitionsvertrag den "den Erhalt des Jugend- und Kinderrechtebüros und die finanzielle Absicherung seines Angebots" erklärt.

Ein Kind hält ein Schild mit dem Titel: "Ich habe das Recht auf eine eigene Meinung!"

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Bild: Kinderschutzbund Bremen / Daniela Buchholz

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 24. Juli 2023, 16 Uhr