Werder kassiert 4. Schlappe in Folge im Tischtennis-Krimi

Wahl-Bremer Ovidiu Ionescu schlägt Werders Tischtennis-Team

Bild: Imago | Martin Hoffmann

Für den Bremer Bundesligisten ist der Playoff-Traum nach dem bitteren 2:3 gegen Mühlhausen so gut wie geplatzt. Auch, weil Werders Nummer eins Mattias Falck schwächelte.

Am Ende standen sie alle da, ausgelaugt, frustriert, enttäuscht. Binnen sechs Tagen hatten Werders Tischtennis-Profis in beiden Heimspielen zwei Niederlagen kassiert, die vierte in Folge gar. Und schlimmer noch, als nun Tabellenachter damit wohl auch die Chance auf die Playoff-Teilnahme schon verspielt.

Und einer stand besonders geknickt da, der seine Mitspieler nicht nur mit seinen 1,92 Metern alle überragt, sondern in seinen fünf Jahren bei Werder auch wieder und wieder überragende Leistungen gezeigt hat: Mattias Falck. Doch an diesem Abend gegen Mühlhausen hatte der Schwede seine beiden Einzel verloren. Und statt wie gewöhnlich seiner Mannschaft verlässlich Punkte zu liefern, hatten die Bremer die bittere 2:3-Niederlage gegen Mühlhausen kassiert.

Ich bin sehr enttäuscht von meiner Leistung und traurig, dass wir am Ende verloren haben. Es ist das erste Mal für mich seit ich bei Werder bin, dass ich beide Einzel verloren habe. Ich habe keine Erklärung dafür.

Werder-Profi Mattias Falck bei buten un binnen

Aguirre und Gerassimenko rocken ihre Einzel

Werders Tischtennis-Profi Marcelo Aguirre mit vollem Einsatz bei einem Rückhandschlag.
Marcelo Aguirre vergab gegen Grenzau vier Matchbälle – gewann sein Einzel gegen Mühlhausen jedoch klar mit 3:0 Bild: Imago | Patrick Wichmann

Falck ist ratlos, warum er plötzlich in dieses Formtief geschlittert ist. So völlig untypisch für den amtierenden Team-Europameister und Bremens Sportler des Jahres, doch das Olympia-Jahr setzt eben alle Athleten enorm unter Druck. "Ich habe keine Ahnung, warum im Moment einfach gar nichts funktionieren will", fügte Falck hinzu, "ich versuche jetzt, ein paar Tage Zuhause bei meiner Familie den Akku aufzuladen."

Als Falck so überraschend schwächelte, sprangen dafür seine Teamkollegen Marcello Aguirre und Kirill Gerassimenko für ihre Nummer eins in die Bresche. Beide lieferten gegen Daniel Habesohn und Steffen Mengel zwei beeindruckend souveräne 3:0-Siege ab. Nach Falcks Niederlage gegen Ovidiu Ionescu – der Rumäne gehört seit zwölf Jahren zu Werders Trainingsgruppe – da hingen sich Aguirrre und Gerassimenko auch im Schlussdoppel voll rein. Der Krimi ging in die Verlängerung, doch die beiden Bremer unterlagen knapp in vier knappen Sätzen.

Wir haben heute alles reingeworfen und bis zum letzten Ball gekämpft. Trotz der Niederlage war es kein schlechtes Spiel von uns. Natürlich sind wir sehr enttäuscht heute, aber kein Vorwurf an die Jungs.

Werder-Trainer Cristian Tamas bei buten un binnen

An einem "normalen" Werder-Tag wäre es wohl ein 3:1- oder gar 3:0-Sieg gegen Mühlhausen geworden. Nun ist es der nächste, bittere Dämpfer für Werder. Coach Cristian Tamas muss daher hoffen, dass Falck am Sonntag ab 13 Uhr in Ochsenhausen schnell wieder in die Spur findet. Und dass Gerassimenko und Aguirre erneut so starke Leistungen aufbieten können. Dass es am Ende doch noch für die Playoffs reicht, ist unwahrscheinlich. Aber diese Bundesliga-Saison hielt bisher schon manche Überraschung parat.

SV Werder Bremen – Post SV Mühlhausen 2:3

Mattias Falck – Irvin Bertrand 1:3 (9:11, 11:7, 6:11, 7:11)
Marcelo Aguirre – Daniel Habesohn 3:0 (11:7, 12:10, 11:9)
Kirill Gerassimenko – Steffen Mengel 3:0 (11:2, 11:8, 13:11)
Mattias Falck – Ovidiu Ionescu 2:3 (8:11, 11:6, 8:11, 11:6, 7:11)
Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre – Steffen Mengel/Irvin Bertrand 1:3 (9:11, 8:11, 11:8, 8:11)

Spielplan

Datum Uhrzeit Heim Gast Ergebnis
30.06.2024 13:00 Uhr
1. FC Saarbrücken Saarbrücken
Borussia Düsseldorf Düsseldorf
Ergebnis: - zu -

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Februar 2024, 18:06 Uhr