Interview

Fischtown-Pinguins-Coach Popiesch: "Im Januar müssen wir fit sein"

Pinguins-Coach Popiesch: "Haben schon gutes Eishockey gezeigt"

Bild: DPA | Armin Weigel

Nach nur zwei Siegen aus zehn Eishockey-Spielen finden sich die Bremerhavener nach dem Super-Start bloß noch auf Rang sieben wieder. Coach Popiesch stresst das nicht.

Seit die Fischtown Pinguins viele verletzte Stammkräfte in ihren Reihen haben, sind sie von der Tabellenspitze auf Rang sieben in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) abgerutscht. Besonders der Ausfall von Kapitän und Stürmer-Star Jan Urbas schmerzt.

Doch für Trainer Thomas Popiesch ist die derzeitige Ergebniskrise noch kein Grund zur Panik, wie er im Sportblitz-Interview erklärt.

Herr Popiesch, die Verletztensituation scheint sich etwas zu entspannen, Jan Urbas trainiert wieder. Ist er wieder auf dem Damm?
Jan hat noch nicht voll mittrainiert. Er soll erstmal wieder Schlittschuhlaufen und ein Gefühl fürs Eis bekommen. Und wir müssen sehen, wie die Muskulatur diese Belastung verkraftet. Wir dürfen das nicht zu früh forcieren, denn so eine muskuläre Verletzung braucht Zeit. Da darf man nicht sofort mit voller Belastung starten. Aber leichte Belastung ging und er fühlt sich wohl. Jetzt müssen wir die Tage abwarten, ob wir die nächsten Schritte gehen können. Kurzfristig rechne ich nicht mit ihm.
Wie ordnen Sie selbst Ihre Situation ein mit den vielen verletzten Spielern?
Es gibt in einer Saison immer diese Phasen und damit muss eine Mannschaft umgehen. Uns fehlt im Moment in vielen wichtigen Spielphasen ein Quäntchen und da sieht man, dass bestimmte Spieler fehlen. Die anderen Spieler können das von ihrer Einzelqualität noch nicht so ausfüllen.

Aber dafür müssen wir es als Mannschaft besser kompensieren und das haben wir in den letzten Wochen nicht so gut geschafft. Phasenweise ohne Scheibe schon mehr. Es sind oft Ein-Tor-Spiele gewesen wie gegen München, Ingolstadt, Straubing und jetzt in Bietigheim wieder. Wir müssen sehen, dass wird da als Team mehr Kompaktheit und Konstanz aufs Eis bringen und die Spiele für uns entscheiden.
Diese schwierige Phase mit nur zwei Siegen aus zehn Spielen, macht die Sie bereits unruhig?
Nein, es gab auch mal neun Siege aus zehn Spielen. Jeder kann sich die Zahlen so rausnehmen, wie sie ihm am besten passen. Für mich ist es so, dass wir derzeit im Mittelfeld der Tabelle sind. Wir haben gutes Eishockey gezeigt, wenn wir komplett waren und diese Voraussetzungen müssen wir wieder schaffen. Aber hintenraus müssen wir uns entwickeln, das heißt, wir müssen Spieler zurückbringen. Und dass die Spieler, die jetzt da sind, besser werden.

Aber ob wir jetzt auf eins, sechs oder fünf sind, ist völlig egal. Wir müssen sehen, dass wir im Januar, Februar, wenn es um die entscheidende Plätze geht, dabei sind und fit sind.

(Das Gespräch führte Niko Schleicher, aufgezeichnet von Petra Philippsen.)

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Dezember 2022, 18:06 Uhr