5:1-Sieg im ruppigen Topduell: Pinguins schubsen Berlin von der Spitze

Mehrere Eishockey-Spieler aus Berlin und Bremerhaven gerade aneinander, die Schiedsrichter versuchen, die Streithähne zu trennen.

5:1-Sieg im ruppigen Topduell: Pinguins schubsen Berlin von der Spitze

Bild: Imago | Kolbert-Press

Der Bremerhavener Eishockey-Klub hat dem Spitzenreiter Eisbären Berlin eine deftige Klatsche verpasst und nach einer hitzigen Partie die Tabellenführung übernommen.

Dass es an diesem 36. von 52 DEL-Spieltagen für beide Eishockey-Teams um sehr viel ging, war von Beginn an nicht zu übersehen. Denn die Fischtown Pinguins und die Eisbären Berlin kämpften in der Eisarena Bremerhaven um die Tabellenführung – und dabei ging es richtig zur Sache.

Immer wieder gerieten in diesem hitzigen Topduell Spieler mit diversen, rustikalen Handgreiflichkeiten aneinander. Die Schiedsrichter mühten sich, das ruppige Rudelgerangel zügig auseinander zu bringen. Ende des 2. Drittels lieferten sich der Bremerhavener Christian Wejse – der zwei Treffer erzielt hatte (7. und 34. Minute) – und der Berliner Patrice Comier dann sogar einen amtlichen Faustkampf auf dem Eis. Beide kassierten dafür eine fünfminütige Strafe und Wejse musste sein zerrissenes Trikot für das Schlussdrittel mit einem fremden ersetzen.

Pinguins legen im Schlussdrittel nach

Die Eishockey-Spieler Niclas Jensen und Torschütze Christian Wejse von den Fischtown Pinguins bejubeln gemeinsam den Treffer gegen Berlin.
Fünf Mal durften die Fischtown Pinguins gegen die Eisbären Berlin jubeln. Bild: Imago | Kolbert-Press

Dass die Nerven nach 40 Minuten so blank lagen, hatte vermutlich mit dem 1:3-Anschlusstreffer zu tun, der den Berlinern kurz zuvor durch Tobias Eder gelungen war. Kam der Tabellenführer nochmal heran? Er tat es nicht.

Dabei begann das Schlussdrittel mit hoher, aber zunächst sportlicher Aggressivität beider Teams, Berlin drängte zum Tor. Doch es waren erneut die Pinguins, die die Treffer erzielten: Felix Scheel besorgte das 4:1 (48. Minute) und Ross Mauermann den umjubelten Schuss zum 5:1 in der 55. Minute.

Reichlich Strafminuten auf beiden Seiten

Die Berliner schraubten ihre Strafminuten in der Schlussphase nochmals auf insgesamt 21 Minuten hoch. Die Bremerhavener brauchten sich auf ihre 17 Strafminuten aber wohl auch nichts einzubilden. Dennoch hatten sie in dieser ruppigen Partie die Nerven behalten und ihre Chancen genutzt – das wurde mit der Rückkehr an die Tabellenspitze belohnt.

Damit steht das Team von Trainer Thomas Popiesch mit zehn Siegen aus den letzten elf Spielen da und mischt weiterhin die Eishockey-Liga auf.

Es ist ein unglaublich tolles Gefühl. Die Mannschaft hat super gearbeitet. Das Ergebnis ist vielleicht etwas zu hoch gewesen, aber die Mannschaft hat es sich verdient mit ihrem Einsatz und weil sie die Chancen genutzt hat.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch bei Bremen Eins

Spielplan

Datum Uhrzeit Heim Gast Ergebnis
03.03.2024 14:00 Uhr
Löwen Frankfurt Frankfurt
Iserlohn Roosters Iserlohn
Ergebnis: 0 zu 3
03.03.2024 14:00 Uhr
Augsburger Panther Augsburg
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Ergebnis: 1 zu 3
03.03.2024 14:00 Uhr
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Adler Mannheim Mannheim
Ergebnis: 4 zu 3 n.V.
03.03.2024 14:00 Uhr
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Kölner Haie Kölner Haie
Ergebnis: 3 zu 5
03.03.2024 14:00 Uhr
EHC München München
Eisbären Berlin Berlin
Ergebnis: 3 zu 6
03.03.2024 14:00 Uhr
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Straubing Tigers Straubing
Ergebnis: 3 zu 2
03.03.2024 14:00 Uhr
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Ergebnis: 2 zu 4

Tabelle

# Mannschaft Spiele Siege OT(Siege nach Verlängerung) PE(Siege durch Penaltyschießen) Niederlagen OT(Niederlagen nach Verlängerung) PE(Niederlagen durch Penaltyschießen) Tore Differenz Punkte
1
Fischtown Pinguins Bremerhaven
51 28 5 2 10 4 2 160:115 45 104
2
Eisbären Berlin Berlin
51 29 3 3 13 0 3 180:132 48 102
3
Straubing Tigers Straubing
51 24 5 2 15 1 4 161:127 34 91
4
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
51 26 1 1 18 5 0 149:139 10 87
5
EHC München München
51 26 2 0 19 0 4 152:129 23 86
6
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
51 23 3 2 20 1 2 154:142 12 82
7
Kölner Haie Kölner Haie
51 20 2 4 19 2 4 154:152 2 78
8
Adler Mannheim Mannheim
51 20 1 5 20 2 3 141:148 -7 77
9
ERC Ingolstadt Ingolstadt
51 17 2 4 20 4 4 127:134 -7 71
10
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
51 18 2 1 21 7 2 144:170 -26 69
11
Düsseldorfer EG Düsseldorf
51 13 4 3 25 4 2 133:155 -22 59
12
Löwen Frankfurt Frankfurt
51 15 1 4 28 2 1 143:159 -16 58
13
Iserlohn Roosters Iserlohn
51 13 3 3 26 3 3 122:178 -56 57
14
Augsburger Panther Augsburg
51 11 2 4 29 1 4 133:173 -40 50

Legende:

  • Viertelfinale
  • Achtelfinale
  • Abstieg

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Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Sport kompakt, 7. Januar 2024, 16:28 Uhr