2:0 in Bochum – Werder mit viel Glück beim Tabellenletzten

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug reckt nach seinem Tor die Faust.
Bild: Imago | Eibner

Der Sieg beim VfL war für die Bremer alles andere als ein Selbstläufer. Denn die Bochumer kamen reihenweise zu Torchancen. Am Ende rettet Niclas Füllkrug Werder.

Die Sieglosserie geht weiter: Der VfL Bochum hat auch das richtungweisende Heimspiel gegen Aufsteiger Werder Bremen mit 0:2 (0:0) verloren und bleibt punktloser Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga. Rückkehrer Werder liegt dagegen nach dem Doppelpack durch Niclas Füllkrug (86./90.+2, Foulelfmeter) mit acht Zählern aus fünf Spielen im Mittelfeld voll im Soll.

Die Bremer feierten zwei Wochen nach dem 3:2-Coup bei Borussia Dortmund gleich den zweiten Auswärtssieg im Ruhrpott.

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Werder kommt nur langsam in Tritt

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug fliegt heran zu seinem Kopfball, der unbaltbar am Bochumer Keeper vorbei fliegt.
Füllkrug im Tiefflug: Im Hechtsprung köpft der Werder-Stürmer den Ball zum 1:0 ins Tor. Bild: Imago | Team 2

Mit der uneingeschränkten Unterstützung ihrer Fans im Rücken begannen die Bochumer offensiv: Takuma Asano prüfte schon nach 44 Sekunden Werder-Torhüter Jiri Pavlenka, eine Minute später verfehlte Kevin Stöger mit einem Schlenzer knapp das lange Eck. Die Bremer Abwehr, mit zehn Gegentoren in den ersten vier Spielen eine der wackligsten der Liga, hatte zunächst große Probleme.

Die Gäste brauchten gut 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. Nach einer missglückten Bochumer Abwehraktion tauchte plötzlich Niclas Füllkrug allein vor dem Tor auf, scheiterte aber an Schlussmann Manuel Riemann (22.). Auch sein Sturmpartner Marvin Ducksch kam nicht am VfL-Torhüter vorbei (26.). Werder wurde immer dominanter, kombinierte flüssig, der Druck auf die personell dezimierte Bochumer Abwehr wurde größer.

Pfostenschuss von Schmidt

Der Bochumer Torwart reckt sich nach dem Freistoß von Werders Niklas Schmidt, der Ball klatscht an den rechten Pfosten.
Pech für Niklas Schmidt (rechts): Sein starker Freistoß klatschte an den Pfosten. Bild: Imago | Treese

Pech hatten die Bremer, als Niklas Schmidt mit einem Freistoß aus fast 30 Metern den Pfosten traf (41.). Auf der Gegenseite scheiterte Philipp Förster an Pavlenka (44.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Werder zielstrebiger – Ducksch ließ gleich zwei Chancen innerhalb einer Minute liegen (50./51.).

Bochum versuchte, mit kämpferischen Mitteln dagegenzuhalten – weiter unermüdlich angefeuert von 25.000 Fans, die bei Chancen von Simon Zoller (62.) und Anthony Losilla (70.) schon den Jubelschrei auf den Lippen hatten. Richtig laut wurde in der 81. Minute, doch der eingewechselte Philipp Hofmann beförderte den Ball mit der Hand über die Linie. Kurz darauf konterte Werder erstklassig.

Werder-Coach Werner: "Hatten in Bochum das Quäntchen Glück"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende im Stadion, 3. September 2022, 17:25 Uhr