Weniger Drogenopfer in Bremen – bundesweit steigende Tendenz

Ein Mann liegt mit dem Kopf auf einem Tisch, vor ihm eine fast leere Flasche Alkohol und Tablettten

Weniger Drogenopfer in Bremen – bundesweit steigende Tendenz

Bild: Imago | agefotostock
  • Bundesweit immer mehr Drogentote
  • In Bremen sinkende Tendenz
  • 2021 wurden 25 Drogenopfer gemeldet

Bundesweit wird heute in mehr als 90 Städten an Drogentote gedacht. 1.826 Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland gestorben, weil sie illegale Drogen konsumiert haben. Das waren nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen ähnlichen Trend verzeichnet auch Niedersachsen. In Bremen dagegen ist die Zahl der Drogentoten nach einem Hoch in der Pandemie wieder gesunken.

2020 hatte das Land mit 41 Toten einen absoluten Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr waren es dann noch 25 Menschen, die durch Drogen gestorben sind. So viele seien es in den Jahren zuvor auch etwa gewesen, heißt es aus der Gesundheitsbehörde. In Bremen gibt es zum heutigen Gedenktag am Nachmittag eine Veranstaltung vor dem Überseemuseum mit Protestmarsch ins Steintor.

Bremen hat bundesweit meiste Opioid-Abhängige

Forscher der Universität Bremen haben die Drogenszene in vier Bremer Stadtteilen zum ersten Mal untersucht. Die Studie, die vor ein paar Monaten veröffentlicht, aber erst jetzt bekannt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Bremen die meisten Opioid-Abhängigen bundesweit hat. Mit mehr als 3.700 Abhängigen liegt das Land damit vor Hamburg und Berlin. Zu Opioiden zählen starke Schmerzmittel wie Morphin, aber auch synthetische Drogen wie Fentanyl und Heroin.

In Niedersachsen ist die Zahl der Drogenopfer 2021 erneut gestiegen. Insgesamt starben in dem Bundesland 86 Menschen am Drogenmissbrauch. Ein Jahr zuvor waren es 80, wie die niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen mitteilte.

Autor

  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 21. Juli 2022, 6 Uhr