Mehr Geld, weniger Anträge? Das müssen Bremer Wohngeld-Bezieher wissen

Nahaufnahme Münzen und einer Hand, die einen Stift hält, um einen Antrag auf Wohngeld auszufüllen.

Wohngeld-Bescheide sollen auf Bremer Vorschlag beschleunigt werden

Bild: DPA | Andreas Gora
  • Bauminister der Länder fordern, Wohngeld-Bescheide zu beschleunigen
  • Vorschlag von Bremens Senatorin Maike Schaefer (Grüne) wurde übernommen
  • Jetzt ist das Bundesbauministerium am Zug

Die Bauminister der Länder haben den Bund aufgefordert, Wohngeld-Bescheide zu beschleunigen. Damit folgen sie einem Vorschlag von Bremens Senatorin Maike Schaefer (Grüne). Er sieht vor, dass Behörden Anträge effizienter bearbeiten sollen und es künftig für Wohngeldbezieher nicht mehr so viele Folgeanträge geben soll. Über die Forderung muss jetzt das Bundesbauministerium entscheiden.

Die Kommunen brauchen dringend eine echte Reform des Wohngeldgesetzes.

Senatorin Maike Schaefer (Grüne)

Schaefer und ihren Länderkollegen fordern unter anderem Maßnahmen gegen die Antragsflut beim Wohngeld. So solle die Laufzeit von Bescheiden verlängert werden. Rentner müssten dann nicht mehr pauschal alle 18 Monate einen Folgeantrag stellen. Das würde die Behörden bei der Bearbeitung neuer Anträge entlasten. Denn schon jetzt dauert eine Antragsbearbeitung in Bremen im Schnitt bis zu fünf Monate. Die Tendenz ist bundesweit steigend.

Wohngeld soll ab kommendem Jahr steigen

Allerdings erwartet der Bremer Senat auch, dass sich die Zahl der Wohngeld-Anträge verdreifachen wird. Verantwortlich dafür sind die Energiekrise und steigende Preise.

Die Bauminister fordern von daher weitere Anpassungen beim Wohngeld: Sie wollen, dass künftig auch Klima- und Heizkosten beim Wohngeld berücksichtigt werden. Auf der Konferenz wurde anknüpfend daran bekannt, dass das Wohngeld ab Januar steigen soll. Ein Entwurf von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sieht bereits vor, dass der Kreis der Berechtigten erweitert wird und die Zahlungen steigen. Haushalte mit wenig Einkommen erhalten demnach ab Januar durchschnittlich 190 Euro mehr pro Monat. Im Schnitt bekämen Wohngeld-Beziehende dann monatlich rund 370 Euro. Bisher liegt die durchschnittliche Unterstützung bei 177 Euro.

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Bild: Radio Bremen

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  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 23. September 2022, 16 Uhr