Sturmflut spült Strand von Wangerooge komplett weg

  • Sturmflut richtet erneut großen Schaden auf der Nordseeinsel an
  • Laut Bürgermeister ist der Strand jetzt komplett weg
  • Auch die Küstenschutzanlagen seien stark beschädigt
Weggespülter Strand auf Wangerooge
Bild: DPA | Peter Kuchenbuch-Hanken

Die vierte Sturmflut in Folge hat in der Nacht große Schäden auf der Nordseeinsel Wangerooge hinterlassen. Wie der Bürgermeister der Insel, Marcel Fangohr, im Interview bei Bremen Eins sagte, sei der Strand komplett weg und auch die Küstenschutzanlagen seien sehr stark beschädigt worden. Er rechnet mit etwa 400.000 Euro Schaden. Um den Strand wieder aufzufüllen, reiche der eigene Sand, den man auf der Insel habe, nicht aus. Nun müsse eine Einigung mit dem Bund her, dass man die Sandbänke vor der Insel abbauen dürfe. Ansonsten habe der Tourismus-Standort Wangerooge ein ganz großes Problem, so Fangohr.

Auch das Deichvorland und die Strandpromenaden mehrerer Küstenorte auf dem Festland wurden in der Nacht komplett überspült. Das Wasser stand mehr als zwei Meter über dem mittleren Hochwasser. In Emden, Cuxhaven, Wilhelmshaven und Norddeich überflutete das Hochwasser die Hafenanlagen. Auch in Bremen und Bremerhaven wurden Straßen überschwemmt, nach Angaben der Feuerwehr sei das aber noch in einem normalen Rahmen gewesen.

Für den heutigen Mittwoch hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydorgraphie vor weiteren Sturmfluten gewarnt. Das Nachmittag-und das Abend-Hochwasser an der ostfriesischen Küste wird voraussichtlich bis 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. Im Weser- und Elbegebiet kann es sogar bis zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen. Die Energie, mit der der Sturm "Sabine" in den vergangenen Tagen über das Meer geweht sei, sorge noch immer dafür, dass das Wasser gegen die Küste gedrückt werde, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Februar 2020, 10 Uhr