Fragen & Antworten

So können Bremer Weihnachtsgeschenke in die Ukraine schicken

Viele Geschenke, im Hintergrund scharf gestellt, im Vordergrund unscharf. Alle weihnachtlich verpackt.
Die Bremer Markus-Gemeinde hat zum Weihnachten Geschenke für Kinder in der Ukraine gesammelt. (Symbolbild) Bild: Radio Bremen

Die St.-Markus-Gemeinde in Bremen will ukrainischen Kindern helfen, eine schöne Bescherung zu haben. Sie bekommen jetzt Geschenke aus Bremen.

Gut 12.000 Beutel hat die St.-Markus-Gemeinde in Bremen zusammen mit der Stiftung "Solidarität Ukraine" gesammelt. Darin Geschenke für Kinder in der Ukraine: Schokolade, warme Socken, aber auch Shampoos und Taschenlampen. Alltagsgegenstände, die im kriegszerrütteten Land jetzt gar nicht mehr so alltäglich sind. Am Mittwoch wird ein Lastkraftwagen die Weihnachtsbeutel nach Lemberg bringen, von dort aus geht es weiter in unterschiedliche ukrainische Städte.

Doch nicht nur die Evangelische Kirche sammelt gerade Sachspenden für die Menschen vor Ort. Wie und wo Bremer und Bremerinnen mitmachen können, erfahren sie hier.

Wer sammelt in Bremen Sachspenden?
Die Weihnachtsaktion in der St.-Markus-Gemeinde ist erstmal abgeschlossen, jedoch ist sie nicht die einzige in Bremen, bei der Sachspenden für die Ukraine gesammelt werden. Die Paulus-Gemeinde in der Habenhauser Dorfstraße ist die Bremer Sammelstelle für den Verein Global Aid Network (Gain) mit Sitz in Gießen. Momentan könne man in Bremen Kleidung und Hygieneartikel spenden, so ein Gemeindemitarbeiter. Am besten in Bananenkartons verpackt und vorsortiert, etwa nach Frauen-, Herren- oder Kinderkleidung.

Die Spenden werden dann dem Verein übermittelt. Dieser betreut Projekte in mehreren Ländern. Nach Angaben von Gain werden jedoch die meisten Sachspenden derzeit in die Ukraine geschickt. Wer sicher sein will, dass seine Spende an die Ukraine geht, kann Lebensmittel- oder Hygienepakete vorbereiten und sie gegen Portogebühren direkt dem Verein schicken. Für diese Pakete gelten dann besondere Vorschriften: Die Art und Menge der Artikel ist vorgegeben, das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Nahrungsmitteln muss mindestens zehn Monate in der Zukunft liegen. Die genauen Anleitungen findet man auf der Webseite des Vereins.

Spender können die Pakete auch in den Sammelstellen abgeben. In der Paulus-Gemeinde werden momentan allerdings nur Kleidung und Hygieneartikel angenommen. Der Verein "Herz für die Ukraine" sammelt ebenfalls in Bremen Spendengüter, und zwar vorwiegend medizinische Produkte, Lebensmittel, Powerbanks und warme Wintersachen. Diese sollen zu einem Spendenlager in Hemelingen gebracht werden. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Vereins.

Können Bremer und Bremerinnen auch Pakete mit Sachspenden direkt hinschicken?
Es gibt weitere bundesweite Aktionen, an denen Bremer und Bremerinnen teilnehmen können. Der Verein Deutsche Kleiderstiftung etwa sammelt vorwiegend Kleidung und schickt sie in die Ukraine. Die Klamotten sollten in einem guten Zustand sein, damit sie sofort getragen werden können. Die Anleitung, um die Pakete zu versenden, findet man auf der Webseite der Stiftung. Der Versand ist kostenlos.

Auch beim Paketdienstleister DHL läuft gerade eine bundesweite Aktion: Pakete mit haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten oder Haushaltsgegenständen können Menschen in ganz Deutschland kostenlos an eine Sammelstelle in Ludwigsfelde verschicken. Von dort aus werden sie an die ukrainische Post Ukrposhta übergeben, die sie in ihrem Land verteilt. Die Anleitungen, um die Pakete vorzubereiten, findet man online auf der DHL-Webseite. Die Spenden müssen in eine Postfiliale gebracht werden, Packstationen sind dafür nicht vorgesehen.

Was wird am meisten benötigt?
Besonders warme Winterkleidung sei momentan gefragt, sagt die Deutsche Kleiderstiftung. Laut DHL sind hingegen haltbare Nahrungsmittel wie Konserven, Mehl, Kaffee, Zucker, Teigwaren, Milchpulver sowie nicht verschreibungsfreie Medikamente, Hygieneprodukte, Isomatten, Thermoskannen und Decken vor allem notwendig. Verschreibungspflichtige Medikamente, Waffen und verderbliches Essen dürfen hingegen nicht versendet werden.

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Bild: Radio Bremen

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