Brief mit rechtsextremem Inhalt bei Bremer Linken löst Großeinsatz aus

  • Verdächtiges Pulver entpuppt sich laut Polizei als harmlos
  • Schreiben mit rechtsextremistischem und rassistischem Inhalt beigefügt
  • Soko "Spielplatz" prüft mögliche Verbindung zu vorherigen Briefen
Ein Polizeiwagen und ein Polizist auf einem Motorrad fahren über eine Straße.
Seit Jahresbeginn muss die Polizei immer wieder wegen verdächtiger Briefsendungen zu Bremer Parteizentralen ausrücken. Bild: Imago | Jannis Große

Erneut hat ein verdächtiger Brief im Büro der Partei "Die Linke" am Dienstag in Bremen-Mitte einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Nachdem ein Mitarbeiter des Büros den mit Pulver gefüllten Brief gemeldet hatte, untersuchten Spezialisten von Bundespolizei und Feuerwehr die Substanz. Das Ergebnis: Das Pulver ist nicht gefährlich. Dem Brief war laut Polizei ein Schreiben mit rechtsextremistischem und rassistischem Inhalt beigefügt.

Die Bremer Linke hat seit Jahresbeginn mehrfach ähnliche Briefe erhalten. Auch FDP, CDU, Grüne und SPD waren schon betroffen. Die verschickten Substanzen stellten sich in den vergangenen Fällen immer als harmlos heraus.

Die Sonderkommission "Spielplatz" prüft laut Polizei, ob es einen Zusammenhang zu den vorherigen Briefsendungen gibt. Die Soko, die vom Staatsschutz geleitet wird, geht davon aus, dass der Täter, der zuletzt Messer auf Bremer Spielplätzen angebracht hatte, derselbe sein könnte, der seit Anfang des Jahres die Briefe mit verdächtigem Pulver an Politiker und Parteibüros verschickt.

Pulverbriefe und Messer auf Spielplätzen könnten vom selben Täter sein

Video vom 7. Juni 2020
Eine Polizeiabsperrung, im Hintergrund ist ein Polizeiauto zu sehen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 23. Juni 2020, 17 Uhr