Taser für die Polizei: Innenbehörde will in Bremerhaven weiter testen

  • Bremerhavener Polizei soll weiter Elektroschock-Pistolen testen
  • Erstes Probejahr brachte kein eindeutiges Ergebnis
  • Waffe kam zu selten zum Einsatz
Ein Mann hält einen Taser
Ob Taser eine sinnvolle Erweiterung der Ausrüstung der Bremer Polizei sind, konnte bisher noch nicht geklärt werden. (Symbolbild) Bild: DPA | Aaron Chown

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will den Test von Elektroschock-Pistolen – den so genannten Tasern – bei der Bremerhavener Polizei um ein Jahr verlängern. Das erklärte er vor den Fachpolitikern in der Innendeputation. Seit rund einem Jahr haben einige Bremerhavener Polizisten Elektroschockwaffen bei Streifengängen dabei.

5 Einsätze in einem Jahr

18 Mal drohten die Beamten mit der Waffe. Gerade fünf Mal kam sie zum Einsatz. Zu wenig, um die Waffe beurteilen zu können. So sieht es auch der Direktor der Bremerhavener Polizei, Harry Götze, der sich für eine weitere Testphase einsetzte. Taser sollen dann zum Einsatz kommen, wenn Schlagstock oder Reizgas nicht mehr helfen, die Polizisten aber im Einsatz nicht schießen wollen.

Der Grünen-Innenpolitiker Björn Fecker unterstützte die Verlängerung der Probephase. Man wolle mit der Einführung der neuen Waffe keinen Schnellschuss machen, so Fecker. Der Christdemokrat Thomas vom Bruch will das Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben. Jan Timke von den Bürgern in Wut will nicht noch ein Jahr warten, sondern die Elektroschocker sofort anschaffen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. November, 19 Uhr