Infografik

Schwachhausen: Das edle Familienviertel

Schwachhausen ist als gehobener Stadtteil mit Villen im Jugendstil bekannt. Die zentrale Lage und die Nähe zum Bürgerpark machen ihn zur begehrten Wohngegend.

Stadtteilcheck

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1 Die Menschen und das Leben in Schwachhausen

Der Stadtteil nördlich des Hauptbahnhofs ist ein Wohnviertel mit einem der größten Parks Bremens, dem Bürgerpark, einer Einkaufsmeile und einem Krankenhaus, dem St.-Joseph-Stift. Charakteristisch sind die Villen im Jugendstil und die Altbremer Häuser, die Teile des Stadtteils prägen. "Schwachhausen zeichnet sich für seine gute Bebauung aus, für die alten Villen und die gute Infrastruktur. Es ist ein beliebter, bürgerlicher Stadtteil, wo Menschen mit höherem Einkommen leben", sagt die Ortsamtsleiterin Karin Mathes.

Wer an Villen denkt, hat vielleicht riesige Grünflächen oder kleine Parks vor Augen, doch in Schwachhausen reihen sich oft die prächtigen Bauwerke aneinander, getrennt durch mehr oder weniger überschaubare Gärten. Der Stadtteil ist mit 39.000 Einwohnern und einer Fläche von etwa 8,7 Quadratkilometern relativ dicht bevölkert.

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In Schwachhausen übersteigt die ältere Bevölkerung die jüngere (etwa 9.200 über 65-Jährige versus 8.000 unter 25). Das wundert nicht, denn Schwachhausen ist bekannt als Familienviertel für einkommensstärkere Bürger. Das durchschnittliche Einkommen liegt hier bei 53.100 Euro im Jahr. Das mittlere Einkommen liegt bei 32.900 Euro – die Hälfte der Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen verdienen also mehr, die andere Hälfte weniger. Das zeigt, dass sich die Einkünfte im Stadtteil im höheren Segment bewegen und einige Anwohner ein sehr hohes Einkommen beziehen.

Jahreseinkommen im Stadtteil Schwachhausen DURCHSCHNITTLICHESJAHRESEINKOMMEN32.900 €53.100 €MITTLERESJAHRESEINKOMMEN
Die Werte zeigen das Bruttoeinkommen abzüglich aller Abgaben und Belastungen, die für die Berechnung der Einkommenssteuer relevant sind. Quelle: Statistisches Landesamt, Bremen, Stand: 2013

Entsprechend niedrig ist die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen (677) im Verhältnis zur gesamten Stadtteilbevölkerung. Fast 1.500 Menschen beziehen Hartz IV, eine nicht unerhebliche Gruppe davon (304) ist älter als 50 Jahre. Dabei ist zu beachten, dass auch Familienmitglieder von Erwerbslosen teilweise zu den Hartz-IV-Empfängern zählen können.

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Die Fälle von Wohnungseinbrüchen und Gewalttaten hatten in Schwachhausen im Jahr 2017 noch zugenommen. Im vergangenen Jahr gingen diese Zahlen dann wieder zurück. Insgesamt gibt es in dem wohlhabenden Stadtteil dreimal mehr Einbrüche als Gewalttaten.

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2 Probleme und Herausforderungen

Drei Herausforderungen gebe es in Schwachhausen, sagt die Ortsamtsleiterin Karin Mathes. Die erste sei der Verkehr. In dem Stadtteil ist dies ein Dauerthema. Zum einen sei Schwachhausen stark befahren, was eine hohe Lärmbelastung an einigen Straßen verursache. Zum anderen, und damit kommt man zur zweiten Herausforderung, fehlen die Parkplätze. In den vergangenen Jahren ist viel gebaut worden, alte Villen abgerissen, wenn sie nicht unter Denkmalschutz standen. An ihrer Stelle seien teilweise Häuser mit zwischen sechs und 20 Wohneinheiten entstanden, so die Ortsamtsleiterin. "Auch der Baumbestand ist manchmal der Säge zum Opfer gefallen", sagt sie. Eine weitere Konsequenz der Innenverdichtung: Es werden deutlich mehr Betreuungsplätze bei den Grundschulen und bei der Ganztagsbetreuung gebraucht. Bei den Kitas sei die Lage nicht so gravierend, fügt Mathes hinzu. 

3 Politische Ausgangslage

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgerschaftswahl 2015 war in Schwachhausen im Stadtteilvergleich am höchsten: 68 Prozent der Wahlberechtigten sind zu den Urnen gegangen. Wahlberechtigt waren etwa 30.700 von 39.000 Anwohnern, also etwa vier Fünftel. In Schwachhausen ist der Anteil der Bürger ohne deutschen Pass eher gering (circa 8 Prozent der Stadtteilbevölkerung im Jahr 2015).

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Gewählt haben die meisten (26,6 Prozent der Stimmen) die CDU, eng gefolgt von der SPD (24,4 Prozent). Drittstärkste Partei waren die Grünen (20,5 Prozent). In Schwachhausen hatten die AfD und die Bürger in Wut eines der schlechtesten Ergebnisse stadtweit (3,5 bzw. 0,8 Prozent). Nur in der Östlichen Vorstadt hat die AfD schlechter abgeschnitten.   

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In Schwachhausen gibt es für die Bürgerschaftswahlen 2019 30.831 Wahlberechtigte. Hier hat die Zahl der Wahlberechtigten im Vergleich zu 2015 sogar leicht zugenommen – eine Ausnahme im Stadtteilvergleich.

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  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Mai 2019, 19:30 Uhr