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Fast jede vierte Bremer Eisenbahnbrücke ist baufällig

  • Je zwei Brücken in Bremen und Bremerhaven bröckeln besonders
  • Nicht einmal die Hälfte der Bremer Eisenbahnbrücken ist in Ordnung
  • Zustand insgesamt hat sich weiter verschlechtert
Eine marode Eisenbahnbrücke über der Hastedter Heerstraße
Diese Brücke an der Hastedter Heerstraße in Bremen ist eine der wenigen Brücken, die vor einigen Jahren saniert worden sind.

Fast ein Viertel aller Brücken für Züge im Land Bremen ist marode. Vier von ihnen sind sogar so stark beschädigt, dass sie besser abgerissen und neu gebaut werden sollten. Das hat die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen im Bundestag mitgeteilt und sich auf Zahlen der Deutschen Bahn berufen.

Vier Brücken eigentlich nicht mehr zu retten

Eine marode Eisenbahnbrücke über der B6
Diese Brücke führt in Bremen-Findorff über die Bundesstraße 6 und ist besonders marode.

Insgesamt gibt es im Land Bremen 155 Eisenbahnbrücken. Jeweils zwei von ihnen in Bremen und in Bremerhaven bröseln besonders stark: In Bremen die Brücke in Höhe Parallelweg über die Bundesstraße 6 (zwischen Findorff und Walle) und die Brücke über den Mählandsweg am Rangierbahnhof. In Bremerhaven sind eine Brücke über die Bismarckstraße nahe dem Bahnhof und eine Brücke über die Geeste in Höhe der Straße "Zur Hexenbrücke" so marode, dass man sie besser neu bauen sollte. Generell hat sich der Zustand der Bremer Eisenbahnbrücken noch einmal verschlechtert, verglichen mit der letzten Nachfrage vor drei Jahren. Damals fiel "nur" gut jede fünfte Brücke in eine der beiden schlechtesten Zustands-Kategorien.

Nicht einmal jede zweite Brücke ist in Ordnung

Weniger als die Hälfte aller Bremer Brücken sind noch gut in Schuss. Für Fahrgäste heißt das: Es könnten Strecken gesperrt und Züge umgeleitet werden oder ganz ausfallen. Das würde dann auch die Hafenwirtschaft stark treffen. Im Durchschnitt sind Bremer Eisenbahnbrücken etwa 65 Jahre alt. In den vergangenen drei Jahren wurden in Bremen nur drei Eisenbahnbrücken saniert.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 21. August 2017, 12 Uhr