Lloydhof Bremen zum Höchstpreis auf dem Markt

  • Zuschlag für Innenstadt-Immobilie fürs höchste Gebot
  • Mix aus Einzelhandel und Wohnen
  • Bremen hatte 25 Millionen Euro für den Lloydhof gezahlt
Lloydhof Ansgarikirchhof
Bis Ende des Jahres steht der Lloydhof Unternehmen zur Zwischennutzung zu Verfügung. Bild: Radio Bremen | Marcus Behrens

Noch tummeln sich in dem Innenstadt-Bau junge Start-Ups. Für wenig Geld haben sie dort Flächen angemietet, um Sneaker, Kinderspielwelten oder Maniküre anzubieten. Damit wird bald Schluss sein. Bremen verkauft die Immobilie in der Bremer Innenstadt an den Höchstbietenden. Die Stadt stellt mit Blick auf die Nutzung aber Bedingungen: Es muss dort ein Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen und Dienstleistung entstehen. Bis 21. April müssen Investoren ihr Interesse bei der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) bekunden.

2012 hatte die WFB den Lloydhof für 25 Millionen Euro gekauft, um die Innenstadtentwicklung voranzutreiben. Später gab es einen Investor für das Objekt, doch "Sonae Sierra" aus Portugal sprang ab. Er hatte sein Angebot wegen einer Panne bei der Planung zurückgezogen. Die Stadt hatte die vielen Strom-, Gas- und Wasserleitungen auf dem Gelände vor dem Lloydhof übersehen, mit denen die Innenstadt versorgt wird. Um bis zu sieben Millionen Euro hätte sich das Projekt dadurch verteuert – die Portugiesen zogen sich zurück. Ob die Stadt den damals gezahlten Preis wieder reinholen kann, ist fraglich.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 29. März 2017, 16 Uhr

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