Kommen Kinderrechte in Bremen zu kurz?

  • Kinderhilfswerk: Bremen setzt Kinderrechte-Charta nicht ausreichend um
  • Bremen investiere zu wenig in Bildung
  • Lob für die Gesundheitsversorgung
Ein Schild auf dem steht: Kinder haben das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Bremen setzt offenbar die Kinderrechtscharta der Vereinten Nationen nicht ausreichend um. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Kinderhilfswerks. Demnach landet Bremen im Bundesvergleich auf einem mittleren Platz. Den größten Nachholbedarf sieht das Kinderhilfswerk im Bildungsbereich. Bremen gebe im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von allen Bundesländern am wenigsten Geld für Schulen aus. Und: überdurchschnittlich viele Jugendliche erreichten keinen Schulabschluss.

Dass es in Bremen die höchste Armutsquote bei Kindern gibt, schlägt ebenfalls negativ zu Buche. Aber es gibt laut Kinderhilfswerk Kinderrechte, die in Bremen sehr gut umgesetzt werden: zum Beispiel sei die Gesundheitsversorgung für Kinder gut. Konkret nennt das Kinderhilfswerk die hohe Zahl der Kinderärztinnen und Kinderärzte, die elektronische Gesundheitskarte für geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie den fünftägigen Jugendlandtag "Jugend im Parlament", den es alle zwei Jahre gibt.

Gute Note für Niedersachsen

Niedersachsen schneidet im Vergleich der Bundesländer dagegen überdurchschnittlich gut ab. Einzig im Bereich "Beteiligung von Kindern" könnte es laut Kinderhilfswerk besser sein – zum Beispiel dürfen niedersächsische Jugendliche noch nicht mit 16 Jahren ihren Landtag mitbestimmen. Beim Recht auf Gesundheit, dem Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, sowie auf Erholung und Freizeit und im Bildungsbereich laufe es dagegen in Niedersachsen gut.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag , 4. Dezember 2019, 12 Uhr