Ermittler durchsuchen Wohnungen von Mitarbeitern der Greensill-Bank

  • Bremer Staatsanwaltschaft lässt Wohnungen durchsuchen
  • Finanzaufsicht hatte Greensill-Bank im März geschlossen
  • Ermittlungen wegen Bilanzfälschung laufen
Das Schild von der Greensill Bank.
Im Rahmen der Greensill-Ermittlungen wurden nun die Wohnungen von fünf Mitarbeitern durchsucht. Bild: Radio Bremen

Im Rahmen der Ermittlungen zur Pleite der Greensill-Bank wurden am Dienstag die Wohnungen von fünf Beschuldigten im niedersächsischen Umland, als auch in der Nähe von München durchsucht. Auch liefen weiterhin Razzien der Büroräume der Bank. Das teilte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft mit. Gegen die Bank und einige ihrer aktiven und früheren Vorstände wird wegen Verdachts auf Bilanzfälschung ermittelt.

Anfang März hatte die Finanzaufsicht BaFin die Greensill-Bank wegen drohender Überschuldung geschlossen und kurze Zeit später das Insolvenzverfahren eingeleitet. Kurz darauf meldete auch der britische Mutter-Konzern der Bank Insolvenz an.

Außerdem hatte die BaFin Verantwortliche der Bremer Greensill-Bank bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, da sie den Forderungen nach Bilanz-Nachweisen teils nicht nachkamen. Wegen des Aufwands des Großverfahrens hatte die Bremer Staatsanwaltschaft Anfang April beim Bremer Senat weitere Personalstellen beantragt.

In den vergangenen Jahren hatten mehrere deutsche Kommunen bei der Greensill-Bank teilweise Geld in zweistelliger Millionenhöhe angelegt. Darunter beispielsweise Städte wie Osnabrück und Nordenham. Im Vergleich zu Privatanlegern sind diese Einlagen allerdings nicht abgesichert. Insgesamt drohen deutschen Kommunen Verluste in Höhe von 500 Millionen Euro.

Nach Greensill-Insolvenz: Nordenham verliert 13 Millionen Steuergelder

Video vom 19. März 2021
Ein Luftbild von Nordenham.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. März 2021, 19:30 Uhr