Feuerwehrverband bestürzt über Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehr

  • Deutscher Feuerwehrverband äußert sich zu Rassismus-Vorwürfen
  • Man sei bestürzt über die Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehrleute
  • Rassismus und Mobbing hätten nichts in der Feuerwehr zu suchen
Video vom 25. November 2020
An einer Wand hängt ein Schild der Feuerwache.
Bild: Radio Bremen

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat mit Bestürzung und Verärgerung auf die am Dienstag bekanntgewordenen Rassismus-Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehrleute reagiert. Sie sollen in Chatgruppen rassistische Inhalte geteilt haben, außerdem soll es zu sexistischen Vorfällen gekommen sein. Der DFV-Vizepräsident Hermann Schreck teilte mit, dass dafür in Feuerwehren kein Platz sei.

Vorgänge, wie sie dort beschrieben werden, passen niemals zur Feuerwehr. Einstellungen, die solche Äußerungen zustande bringen und austauschen, haben in der Feuerwehr nichts zu suchen!

DFV-Vizepräsident Hermann Schreck

Der DFV begrüßt die aktuellen Ermittlungen, die nun in Bremen für Aufklärung sorgen sollen. Es müsse Klarheit geschaffen werden, fordert der Vizepräsident. Es sei im Interesse der Mehrheit der Feuerwehrleute, die anständig und ehrenhaft ihren Dienst leisten. Es gehöre zur DNA der Feuerwehr, dass man allen Menschen, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe, gleichermaßen helfe, so Schreck weiter. Der Verband kündigte weiter an, dass man nun kurzfristig Maßnahmen zur Prävention gegen Rechtsextremismus mit seinen Mitgliedsverbänden einleiten wolle.

Es geht darum, bereits vorhandene Mittel und Erfahrungen noch besser für alle nutzbar zu machen und auszubauen, um so alle zu stärken.

DFV-Vizepräsident Hermann Schreck

Vorwurf des Rechtsextremismus und Mobbing bei der Bremer Feuerwehr

Video vom 24. November 2020
Mehrere Männer der Feuerwehr Bremen stehen mit dem Rücken zur Kamera.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. November 2020, 19:30 Uhr