Raketenstarts in der Nordsee: Was springt für Bremerhaven dabei raus?

  • Bürgerschaft diskutiert, wie Bremerhaven zum Versorgungshafen werden könnte
  • In der Nordsee könnte ein Weltraumhafen für kleinere Raketen entstehen
  • Die FDP-Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt
Eine Long March-4B-Rakete bringt einen Gaofen-2-Satelliten ins All.
Falls über der Nordsee künftig Raketen aufsteigen sollten, möchte Bremerhaven davon gerne profitieren. (Symbolbild) Bild: Imago | Xinhua

Die Bremische Bürgerschaft diskutiert am Mittwochvormittag darüber, wie Bremerhaven zur Versorgungsbasis für die geplante Raketenabschuss-Rampe in der Nordsee werden könnte. Die FDP-Fraktion hat das Projekt zum Thema einer Aktuellen Stunde in der Bürgerschaft gemacht.

Der Plan ist schon länger auf dem Markt: Im Norden Deutschlands soll ein Startplatz für kleine Raketen entstehen, die Mini-Satelliten ins All bringen. Das Beste wäre es, diese Raketen vom Wasser aus starten zu lassen. Von einer verankerten Plattform zum Beispiel. Oder von speziellen Schiffen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Bundesverband der Deutschen Industrie vor ein paar Tagen vorgelegt hat.

Die Bremer Liberalen finden, dass Bremerhaven davon profitieren soll: Die Stadt am Meer müsse Versorgungshafen für solch einen Weltraumbahnhof in der Nordsee werden, fordert die FDP-Fraktion. Im Bremer Wirtschaftsressort hält man das für eine gute Idee. Denn obwohl die Windkraft auf dem Meer derzeit brachliegt, gibt es in Bremerhaven durch die Offshore-Branche das Know-how fürs Bauen auf See. Außerdem hofft man dort auf neue Investitionen für die Raumfahrt, wenn Satelliten-Hersteller die Nähe zu einem Startplatz suchen.

Ein Weltraumbahnhof an der Küste?

Video vom 21. Oktober 2019
Eine Raktete beim Start.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. September 2020, 10 Uhr