Festgefahrener Tarifstreit im Bremer Gastgewerbe spitzt sich zu

Restaurantszene: Im Vordergrund ein eingedeckter Tisch, im Hintergrund unscharf Restaurantangestellte (Symbolbild)

Tarifverhandlungen im Bremer Gastgewerbe stocken

Bild: dpa | Friso Gentsch

Die Tarifverhandlungen im Gastgewerbe sind festgefahren. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter können sich seit einem Jahr nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen.

Wenn die Arbeitgeber ihre Haltung nicht ändern, dann gehe die ganze Branche kaputt, sagt die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Iris Münkel. Denn dann bleibe der Nachwuchs aus und immer mehr Beschäftigte gingen in andere Branchen, in denen es mehr Geld, mehr Urlaub und mehr Planbarkeit gibt. "Wir haben eine starke Forderung, aber wir haben auch unglaublich viel Handlungsbedarf, um gute Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe zu schaffen", sagte Münkel.

Die Beschäftigten rufen bei uns an und fragen, warum geht es bei uns nicht weiter. Die hören von dem Tarifabschluss und dass es seit einem Jahr keine Bewegung gibt. Das ist frustrierend.

Iris Münkel, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Sowohl die Gewerkschaft als auch die Arbeitgeberseite, der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, werfen sich eine Blockadehaltung vor. Der Branche gehe es nicht gut, sagt Verbands-Hauptgeschäftsführerin Nathalie Rübsteck. Das Niveau liege immer noch zehn Prozent unter der Zeit vor der Pandemie. Die geforderten 15 Prozent Entgelterhöhung seien nicht möglich. Das Gegenangebot von 6,7 Prozent hält dagegen die Gewerkschaft für nicht akzeptabel.

Warum gegen den Fachkräftemangel nur Anreize helfen

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Autor

  • Weingärtner Sven
    Sven Weingärtner Redakteur und Autor

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten,, 15. April 2024, 15 Uhr