Lehrerin scheitert mit Mobbing-Klage gegen International School Bremen

Lehrerin scheitert mit Mobbing-Klage gegen International School Bremen

Bild: Radio Bremen
  • Arbeitsgericht weist Klage einer ehemaligen Lehrerin ab
  • Frau erhebt Mobbing-Vorwürfe gegen International School Bremen
  • Bremer Arbeitsgericht sieht Tatbestand nicht erfüllt

Das Arbeitsgericht hat die Klage einer ehemaligen Lehrerin der privaten International School Bremen (ISB) abgewiesen. Die Frau hatte die Schule unter anderem auf die Zahlung von Schmerzensgeld verklagt. Der Vorwurf: Sie sieht sich als Opfer systematischen Mobbings durch Vorgesetzte.

"Das Gericht konnte einen Mobbing-Tatbestand im hier vorliegenden Verfahren nicht erkennen, das hatte zur Folge, dass die Klage abgewiesen worden ist", erklärte Gerichtssprecherin Danka Lewin. Eine Urteilsbegründung steht noch aus. Beide Parteien hielten sich trotz des Urteils offen, ob sie sich doch noch gütlich einigen wollen. Damit wäre eine mögliche Berufungsverhandlung vom Tisch.

Andere Lehrerin klagte erfolgreich

Zu einer solchen gütlichen Einigung kam es bereits im März im Fall einer anderen ehemaligen Lehrerin der Privatschule. Auch sie hatte die ISB wegen Mobbings auf Schmerzensgeld verklagt. Der Vergleich lautete damals: Die Schule zahlt der Frau 6.000 Euro. Beide Parteien blieben bei Ihren Rechtsauffassungen, verzichteten aber auf weitere rechtliche Schritte.

Über die Mobbing-Verwürfe gegen die ISB hatte buten un binnen erstmals im Februar berichtet. Mehrere ehemalige und aktive Lehrkräfte berichteten von teils rassistischen Mobbing-Erfahrungen an der Schule. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) prangerte entsprechende Praktiken an. Die Schulleitung ließ die Vorwürfe durch einen Anwalt für Arbeitsrecht prüfen. Seine Untersuchung fand keine Anhaltspunkte für systematisches Mobbing.

Bremer Politik fordert Aufklärung von Mobbingvorwürfen an der ISB

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 11. Juli 2022, 18:00 Uhr