Bremer Schulen bleiben im nächsten Schuljahr bei zwei Tests pro Woche

Bremer Schulen bleiben nach Sommerferien bei zwei Tests pro Woche

Ein Schülerin führt einen Corona-Schnelltest durch (Symbolbild)
Bild: DPA | Sven Hoppe
Bild: DPA | Sven Hoppe
  • An Niedersachsens Schulen soll täglich getestet werden
  • Bremen richtet sich nach Rat einer Expertenrunde
  • Ab nächstem Schuljahr werden Grundschüler mit "Lolli-Methode" getestet

Das Land Bremen bleibt dabei, dass sich Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr nicht häufiger auf das Coronavirus testen lassen müssen als bisher. Das bestätigte die Bremer Bildungsbehörde buten un binnen. Zuvor hatte Niedersachsen für seine Schülerinnen und Schüler tägliche Tests ab Beginn des Schuljahres angekündigt.

In Bremen richte man sich mit der Entscheidung nach einer Expertenrunde aus mehreren Wissenschaftlern, darunter der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb. Die Runde gibt Empfehlungen ab, wie sich die Schulen aufstellen sollen, erläutert der Sprecher der Bildungsbehörde Aygün Kiliinicsoy: "Die sagten uns, dass das aufgrund der Inkubationszeit gar nicht so sinnvoll ist, jeden Tag zu testen. Wir würden dadurch nicht mehr Infizierte identifizieren, als wir es durch zwei Tests pro Woche könnten." Es gebe jedoch auch Wissenschaftler, die dahingehend anderer Meinung sind. Für sie bedeuteten mehr Tests auch mehr Sicherheit.

Die Grundschülerinnen und -schüler werden im kommenden Schuljahr mit der sogenannten "Lolli-Methode" getestet. Dabei nehmen die Kinder das Teststäbchen für etwa 30 Sekunden in den Mund, die Speichelprobe wird dann in den Laboren auf eine Infektion untersucht. Nach Aussage des Robert-Koch-Instituts kann so eine mittlere und hohe Viruslast "sehr sicher" erkannt werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. August 2021, 13 Uhr