Buttersäure-Anschlag auf queeres Beratungszentrum in Bremen

Audio vom 24. August 2021
Ein Aufkleber mit Regenbogenfarben klebt an einem Laternenpfahl.
Bild: Radio Bremen
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  • Unbekannte hinterlassen stinkende Säure vor Beratungszentrum
  • Staatsschutz ermittelt und prüft homophoben Hintergrund
  • Linksfraktion in Bremen verurteilt Anschlag

Unbekannte haben am Montagabend in Bremen-Mitte vor dem Rat-und-Tat-Zentrum für queeres Leben eine stinkende und reizende Säure hinterlassen. Laut Polizei handelte es sich vermutlich um Buttersäure. Demnach hielten sich fünf Männer in dem Café des Zentrums auf, als sie plötzlich einen stark unangenehmen Geruch feststellten. Als sie nach draußen gingen, entdeckten sie Reste der Flüssigkeit vor dem Eingangsbereich.

Die Einsatzkräfte der Polizei sicherten Spuren, der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft einen homophoben Hintergrund.

Linke fordern mehr LSBTI-Personal bei der Polizei

Die queerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in Bremen, Maja Tegeler, verurteilte den Anschlag und rief zu Solidarität mit dem Zentrum auf. "Das war ein feiger Angriff auf queere Menschen und Hilfestrukturen in Bremen", heißt es in einer Mitteilung. In den vergangenen drei Monaten hätte es zudem zahlreiche Übergriffe auf queeres Leben gegeben. Sie forderte die Poltik auf, zu handeln und die Stelle des Beauftragten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Interpersonen (LSBTI) bei der Polizei aufzustocken.

Die Polizei sucht Zeugen und fragt, wer am Montagabend gegen 21.30 Uhr in der Theodor-Körner-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 3623888 entgegen.

Wie liebt es sich als queerer Mensch?

Video vom 13. Oktober 2020
Eine Nahaufnahme des Seitenprofils von Charlotte Shababo und im HIntergrund Alé Garin sitzen an einem Tisch.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. August 2021, 19:30 Uhr