Gepanschte E-Zigaretten: Polizei fasst 3 Verdächtige

  • Bremerhavener Polizei ermittelt gegen zwei 17- und einen 18-Jährigen
  • In den E-Zigaretten wurden starke Schmerzmittel und synthetische Stoffe gefunden worden
  • Zahl der Opfer steigt auf 13
Eine Hand in Nahaufnahme befüllt eine E-Zigarette.
Die Jugendlichen hatten den gepanschten Zusatz in ihre E-Zigaretten und E-Shishas gefüllt. Bild: Imago | STPP

13 Jugendliche sind in den vergangenen Tagen nach dem Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas im Krankenhaus gelandet, nun hat die Polizei Bremerhaven drei Verdächtige ermittelt, die offenbar gepanschte Zusätze in den Umlauf gebracht haben.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilt, konnten die Tatverdächtigen schon am vergangenen Freitagnachmittag ermittelt werden. Der Anfangsverdacht gegen die beiden 17-Jährigen und einen 18-Jährigen erhärtete sich noch am selben Tag: Bei Durchsuchungen konnte die Polizei Beweismittel sicherstellen.

Eine beschlagnahmte E-Zigarette wurde von der Polizei kriminaltechnisch untersucht. "Im Ergebnis wurden ein synthetisches Cannabinoid in Reinform und Spuren eines starken Schmerzmittels identifiziert, die dem E-Liquid beigemengt wurden", teilt Polizeisprecher Frank Schmidt mit. Durch diese Mischung entstehe ein hochpotenter Wirkstoff, der ähnlich wie der Cannbiswirkstoff THC wirke. Es könne aber von einer vielfach stärkeren Wirkung ausgegangen werden, die die schweren gesundheitlichen Reaktionen erkläre.

Ermittlungen dauern an

Durch die Anwendung in E-Zigaretten kann mit dem Stoff laut Schmidt im Vergleich zum Rauchen von Kräutermischungen als Joint eine stärkere Wirkung erzeugt werden, da eine Temperaturregelung und damit eine tiefere Inhalation möglich ist. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

13 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren waren in den vergangenen Tagen nach dem Konsum von E-Shishas und E-Zigaretten medizinisch behandelt worden. Sie litten unter Bewusstseins- und Gedächtnisstörungen, Krampfanfällen und Herzrasen. Einige waren sogar ohnmächtig geworden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Oktober 2019, 17 Uhr