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Mercedes-Werk in Bremen will Hunderte Stellen auslagern

  • Bremer Mercedes-Werk will 400 Stellen an Dienstleister auslagern
  • Das hat buten un binnen aus Betriebsratskreisen erfahren
  • Betroffen seien vor allem Logistik und Fertigung
Mercedes Benz Werk Fertigung
Bis zu 400 Stellen will das Mercedes-Werk in Bremen offenbar auslagern. Auch die Fertigung sei betroffen, heißt es aus Betriebsratskreisen. Bild: dpa | Carmen Jaspersen

Im Bremer Mercedes-Werk soll künftig mehr Arbeit als bisher an Fremdfirmen vergeben werden. Das hat buten un binnen aus Betriebsratskreisen erfahren. Demnach plane der Konzern in den kommenden beiden Jahren bis zu 400 Arbeitsplätze an externe Dienstleister auszulagern. Betroffen seien vor allem die Bereiche Logistik und Fertigung. Durch die Fremdvergabe dürften in erster Linie Leiharbeiter ersetzt werden. Der Daimlerkonzern hat sich noch nicht zu den Plänen geäußert. Der Betriebsrat sieht noch großen Verhandlungsbedarf.

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"Das ist eine fatale Entscheidung", sagt Volker Stahmann von der IG Metall. Besonders die Auslagerung im Bereich Logistik sei dabei ein hartes Brot: Vor allem ältere Kollegen, die in der Fertigung nicht mehr so gut mithalten können, habe man dort häufig noch gut unterbringen können. "Dieser Handlungsspielraum fällt jetzt weg", so Stahmann. Man müsse sich als nächstes erst einmal mit dem Betriebsrat zusammensetzen und die nächsten Schritte diskutieren – zumal bislang auch noch niemandem klar sei, wo genau und in welchen zeitlichen Abständen die Stellen ausgelagert werden sollen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 4. Juni 2018, 19:30 Uhr