Infografik

Corona-Liveticker (16. März): 3 Patienten in stationärer Behandlung

Alle anderen Coronavirus-Patienten im Land Bremen sind in häuslicher Quarantäne – vier von ihnen zeigen sogar gar keine Symptome. Alle Entwicklungen im Liveticker.

Ein Arzt in Schutzkleidung untersucht eine Patientin.
Nur drei Patienten, die mit dem Coronavirus in Bremen infiziert sind, befinden sich in stationärer Behandlung – die anderen werden ambulant behandelt. Bild: Imago | Independent Photo Agency Int.

Das war der Liveticker vom 16. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden in unserem Liveticker vom 17. März:

Liveticker vom 17. März

+++ Eine weitere Infektion in der Stadt Bremen +++

Im Land Bremen gibt es jetzt 57 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. In der Stadt Bremen ist eine weitere Infektion hinzugekommen, teilte das Gesundheitsressort am Montagabend mit – damit gibt es in Bremen 49 Fälle und in Bremerhaven acht. Die erste Patientin, die in Bremen am Coronavirus erkrankte, ist seit einigen Tagen wieder gesund und auch wieder zu Hause.

+++ Bovenschulte lobt die Bremer Bürgerinnen und Bürger +++

"Gemeinsam werden wir diese Krise bewältigen", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) im Studiogespräch bei buten un binnen und lobte die Bremer Bürger und Bürgerinnen. Denn sie würden sich jetzt schon organisieren, um sich und anderen zu helfen.

Die sehr massiven Maßnahmen seien sehr genau überlegt, aber auch kontrovers diskutiert worden, so Bovenschulte. "Aber sie sind auch notwendig, denn wir müssen die Verletzlichen, die einem großen Risiko ausgesetzt sind, schützen. Deshalb dürfen wir kein Risiko bei der Eindämmung des Coronavirus eingehen", sagte Bovenschulte.

Wichtig sei es jetzt, Ruhe zu bewahren. Es sei klar und schnell gehandelt worden, sagt Bovenschulte. Doch bevor die Kurve abflachen werde, werde noch Zeit vergehen, so Bovenschulte. Denn die Maßnahmen müssten noch greifen.

Wenn die Zahl der Infizierten jetzt erst einmal ansteigt, heißt das aber nicht, dass die Maßnahmen nicht greifen. Irgendwann werden sie wirken.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

+++ Drei Coronavirus-Patienten sind in stationärer Behandlung – vier zeigen keine Symptome +++

Von den aktuell bestätigten Fällen im Land Bremen befinden sich drei in stationärer Behandlung, sind aber in einem guten Zustand. Alle anderen Fälle befinden sich in häuslicher Quarantäne und damit in ambulanter Behandlung. Vier bestätigte Fälle zeigen sogar keine Symptome, wie das Gesundheitsressort am Montagabend mitteilte.

In den kommenden beiden Tagen wird jedoch mit einem stärkeren Anstieg der bestätigten Infektionen gerechnet. Das lässt sich durch gesteigerte Laborkapazitäten erklären. Heute wurde eine weitere Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Ost eröffnet. Beide Ambulanzen dürfen nur mit einer ärztlichen Überweisung aufgesucht werden. Zuerst soll daher telefonisch Kontakt mit dem niedergelassenen Hausarzt aufgenommen werden. Wenn ein Test angezeigt und beim niedergelassenen Arzt nicht möglich ist, kann dieser eine Überweisung an die Corona-Ambulanzen ausstellen. Die muss nicht im Original in der Ambulanz vorliegen, sondern kann auch per Fax vom Hausarzt verschickt werden.

Die Corona-Ambulanzen haben von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ambulanz am Klinikum Bremen-Mitte zusätzlich auch samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr. Zusätzlich sind im Gesundheitsamt Bremen vier Teams tätig, die bei Notwendigkeit Abstriche vor Ort bei den Patienten durchführen können. Diese Möglichkeit soll vor allem bettlägerigen, schwer erkrankten oder besonders gefährdeten Menschen zugutekommen.

+++ Osterwiese ist abgesagt +++

Lange hat Bremen überlegt, ob die Osterwiese stattfinden soll – jetzt ist klar: Sie muss abgesagt werden. Für die Schausteller kündigte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) an, wirtschaftliche Hilfen zu organisieren.

+++ Behörden bleiben geöffnet +++

Behörden bleiben dem Senat zufolge weiterhin geöffnet. Alle öffentlichen Dienstleistungen werden also weiterhin erbracht. Allerdings soll der Publikumsverkehr im Wesentlichen vom direkten Kontakt zu Kontakt per Telefon und E-Mail umgestellt werden, so Bovenschulte am Montag. "Außer dort, wo die persönliche Kommunikation im Mittelpunkt steht."

+++ Quarantäne für Risikofälle +++

Am Montagvormittag hat der Senat zudem die Quarantänevorschriften verschärft. Dazu wurden zwei Allgemeinverfügungen verfasst.

Die erste Allgemeinverfügung bezieht sich auf Personen, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind. Sie legt fest, dass Menschen aus Risikogebieten für einen Zeitraum von 14 Tagen nach der Rückkehr aus dem Risikogebiet ihre Wohnung nicht verlassen sollen.

Die zweite Allgemeinverfügung bezieht sich auf Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder Kontakt zu Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, hatten. Auch sie dürfen ihre Wohnung ohne Zustimmung des Gesundheitsamts nicht verlassen. Diese Vorgabe entfallen frühestens 10 Tage nach Symptombeginn bei Erfüllung der folgenden Kriterien: erstens Fieberfreiheit in den letzten 48 Stunden, zweitens Symptomfreiheit seit mindestens 24 Stunden.

+++ 116117-Servicenummer nicht unnötig blockieren +++

Die Leitungen sind mit Info-Anfragen zu Corona überlastet: Deshalb bittet die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) um überlegte Nutzung. Die Telefonnummer 116117 ist ausschließlich für Anfragen zu akuter medizinischer Behandlung zuständig. Darauf weist die KVHB anlässlich eines erhöhten Aufkommens von Anrufen mit allgemeinen Fragen zum Coronavirus und dessen Auswirkungen auf das öffentliche Leben hin.

Für Menschen, die tatsächlich ärztliche Hilfe suchen, kommt es aktuell zu langen Warteschleifen. Die KV Bremen fordert Bürgerinnen und Bürger deshalb dringend dazu auf, die 116117 von allgemeinen Anfragen freizuhalten. Nur so können die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aufrechterhalten werden. Die 116117 sollte nur dann angerufen werden, wenn normalerweise ein Arzt aufgesucht werden würden, und wenn die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann.

+++ Besuche in Sozialzentren sollen eingeschränkt werden +++

Um Infektionsketten zu durchbrechen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben die drei Pflegestützpunkte im Land Bremen offene Sprechstunden und Hausbesuche derzeit eingestellt. Das teilte Sozialsenatorin Anja Stahmann mit. Auch Selbsthilfegruppen treffen sich vorerst bis nach Ostern nicht mehr in den Räumen der Pflegestützpunkte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stünden aber weiterhin für telefonische Beratungen zur Verfügung. In besonders gelagerten Einzelfällen könne dabei auch eine persönliche Vorsprache vereinbart werden.

+++ Bremen bietet Unternehmen und Selbstständigen Hilfe an +++

Sowohl Unternehmen als auch Selbstständige können wegen des Coronavirus steuerliche Hilfsangebote beantragen. Dafür sollen sie ihr zuständiges Finanzamt kontaktieren. Das Finanzamt Bremen ist unter 0421/36190909 und 0421/36195096 zu erreichen und das Finanzamt Bremerhaven unter 0471/59699000.

+++ Wochenmärkte im Land Bremen bleiben geöffnet +++

Die Wirtschaftssenatorin weißt in einer Mitteilung explizit darauf hin, dass die Wochenmärkte im Land Bremen geöffnet bleiben. Sie seien eine gute Einkaufsalternative, da sie an der frischen Luft sind und kein Kontakt zu Ladentüren, Warenkörben oder Einkaufswagen stattfindet. Weitere Pluspunkte seien, dass die Produktions- und Lieferketten in der Regel kurz und nachvollziehbar seien und es keine Selbstbedienung gebe – die Produkte werden somit nicht von einer Vielzahl an Personen berührt.

Eine Übersicht der Wochenmärkte im Land Bremen und ihrer Öffnungszeiten gibt es unter www.grossmarkt-bremen.de.

+++ Alle Regelungen gelten bundesweit +++

Bürgermeister Andreas Bovenschulte betont, dass alle Regelungen bundesweit gelten würden – auch wenn das massive Eingriffe ins Leben der Menschen seien. Möglich sei, dass sich die Regeln noch ändern und dann auch kurzfristig reagiert werden müsse. Schließlich ändere sich die Lage durch die Coronakrise ständig.

+++ Öffentlicher Personennahverkehr soll nicht geschlossen werden +++

Über die Schließung von Verkehrseinrichtungen ist laut Bovenschulte nicht gesprochen worden. Es gebe keine Verabredung, dass der ÖPNV, der Fernverkehr oder die Flughäfen generell geschlossen werden. Die Gesellschaft müsse weiterlaufen, sagt Andreas Bovenschulte. Wie die Lage sich diesbezüglich noch ändern werde, sei noch nicht abzusehen.

+++ Nachschub für Schutzausrüstung steht in Aussicht +++

Bernhard habe aus dem Bundesministerium für Gesundheit das Signal erhalten, dass es in dieser Woche noch Nachschub mit Schutzausrüstung geben werde.

+++ Regelung tritt mit 0 Uhr am Mittwoch in Kraft +++

Die Regelung gelte ab 0 Uhr am Mittwoch, erklärt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Das Ordnungsamt in Bremen werde kontrollieren, dass alles geschlossen bleibt. Notfalls müsse die Polizei bei den Kontrollen unterstützen. Alle Veranstaltungen sollten jedoch schon jetzt abgesagt werden, appelliert Mäurer an die Organisatoren in Bremen und Bremerhaven.

+++ Aktuell keine neuen Fälle in Bremen +++

Die Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) kündigt an, dass es zwar aktuell keine neuen Fälle in Bremen gebe, aber eine neue Welle zu erwarten sei, da aus den Laboren noch Ergebnisse von Tests ausstehen würden. Die meisten Infizierten aus Bremen kämen aber aus Risikogebieten und hätten sich dort angesteckt. Weiterhin arbeite Bremen laut Bernhard daran, die Laborkapazitäten auszuweiten.

+++ Schutzschirm für die Wirtschaft +++

Zur den wirtschaftlichen Folgen sagt Bovenschulte: "Wir haben begonnen, einen Schutzschirm aufzuspannen", und verweist beispielsweise auf Kurzarbeitergeld und Finanzhilfen für Unternehmen. Weitere Maßnahmen würden aktuell auf Bundesebene diskutiert.

+++ Bremen ruft den Katastrophenfall noch nicht aus +++

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagt, das sei diskutiert worden, noch werde Bremen den Katastrophenfall jedoch nicht ausrufen. Er ruft zur Nachbarschaftshilfe auf und zur Solidarität.

Eine Situation wie diese haben wir seit 1945 in Deutschland nicht erlebt.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Bovenschulte spricht von einer emotionalen Herausforderung. "Es gibt keine fertigen Rezepte und Pläne, wir müssen gemeinsam lernen, damit umzugehen und uns gegenseitig unterstützen."

+++ Bovenschulte kündigt harte Maßnahmen für Bremen an +++

"Wir haben es mit einer sehr ernsten Krise zu tun", sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Es sei jetzt ein bundesweit einheitliches Paket an Maßnahmen abgestimmt worden. Die Coronavirus-Pandemie müsse verlangsamt werden, deshalb müsse jetzt reagiert werden.

Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Kindertagesstätten und Schulen geschlossen werden. Jetzt ist klar, dass auch Bars, Clubs und Diskotheken schließen – unabhängig von der Größe, erklärte der Bürgermeister. Das gleiche gelte für Theater, Museen, Opern- und Konzerthäuser, Messen, Ausstellung, Freizeit- und Tierparks, Wettbüros, Bordelle, Sportbetriebe im allgemeinen, wie Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios. Auch Spielplätze werden geschlossen.

Geöffnet bleiben dürfen Geschäfte für Lebens- und Futtermittel, Drogerien, Tankstellen, Wochenmärkte, Liefer- und Abholdienste, Sanitätshäuser, Waschsalons, Großhandelsmärkte, Bau- und Gartencenter, Postämter, Banken und Sparkassen und Apotheken – anderen Geschäfte müssen jedoch schließen. Handwerker dürfen ihrer Arbeit weiter nachgehen.

Ebenfalls geschlossen werden müssen Kirchen, Moscheen und andere Glaubenseinrichtungen.

Das öffentliche Leben in Deutschland wird sehr weit heruntergefahren.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Geöffnet bleiben würden jedoch Restaurants, allerdings nur unter Beachtung der Abstandsregelung für Tische. Außerdem müssen die Restaurants um 18 Uhr schließen und dürfen erst ab 6 Uhr öffnen. Sie sollen kein Ort des Zusammensitzens mehr sein, da dies dem Prinzip der sozialen Distanzierung widerspreche, so Andreas Bovenschulte.

Auch innerhalb Deutschlands dürfen jetzt Übernachtungsangebote nur noch geschäftlich genutzt werden – touristische Reisen sind nicht mehr möglich.

+++ Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Bremen beginnt +++

Wie geht es in Bremen weiter? Der Senat um Bürgermeister Bovenschulte informiert jetzt über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

+++ Schaufenster Fischereihafen in Bremerhaven sagt Veranstaltungen ab +++

Die für den 18. und 19. April in Bremerhaven geplante Fahrrad- und Freizeitmesse sowie das Sonntagsvergnügen mit Bauernmarkt fallen wegen der Corona-Krise aus. Auch die Fischparty am ersten Maiwochenende wird nicht stattfinden. Das teilte das Veranstaltungsbüro im Schaufenster Fischereihafen mit.

+++ Weserfähre fährt nur noch mit einem Schiff +++

Wegen der Corona-Krise fährt die Weserfähre Bremerhaven ab dem morgigen Dienstag nur noch mit einem Schiff im 40-Minuten-Takt. Oberstes Ziel sei es, den Fährbetrieb auch bei personellen Engpässen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, teilte das Unternehmen mit. Der Saisonstart der "Dicke-Pötte-Tour" mit der MS Geestemünde wurde verschoben. Bis vorerst 14. April werden keine Ausflugsfahrten stattfinden. Den Sonderfahrplan der Weserfähre gibt es auf www.weserfaehre.de.

+++ Termine im Jobcenter müssen nicht abgesagt werden +++

Die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter teilen mit, dass alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen – und ohne, dass es finanzielle Nachteile für die Kunden gebe. Die Termine müssen nicht absagen werden – auch nicht telefonisch. Außerden sollen die Kundinnen und Kunden nur bei dringenden Anliegen die Dienststelle und die Hotline der Service-Centern zu nutzen, da diese sehr überlastet seien.Empfohlen wird, das Online-Angebot zu nutzen. Auch Anträge auf Arbeitslosengeld könnte darüber beantragt werden.

+++ Zweite Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Ost eröffnet +++

Am Klinikum Bremen-Ost ist jetzt die zweite Corona-Ambulanz eröffnet worden. Sie ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kann bis zu 80 Verdachtsfälle am Tag prüfen. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) warnte bei der Eröffnung, dass die Zahl der Infektionen und Verdachtsfälle in den kommenden Wochen sprunghaft ansteigen könnte. Dann soll über die Einrichtung weiterer Corona-Ambulanzen entschieden werden.

+++ Alfred-Wegener-Institut sagt Mosaic-Flugkampagne ab +++

Erst sollte die Flugkampagne im Rahmen der Mosaic-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven wegen eines Corona-Falls im Team um ein paar Tage verschoben werden, nun sind die Flüge nach Spitzbergen vorerst abgesagt. Grund sind Vorkehrungen der norwegischen Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Teilnehmer der Flugkampagne müssten aktuell damit rechnen, umgehend wieder zurückgeschickt oder zu einer zweiwöchigen Quarantäne verpflichtet zu werden. Geplant waren Messflüge zur Erforschung von Atmosphäre und Meereis.

+++ Erkrankte im Land Bremen nicht in kritischem Zustand +++

Aktuell befinden sich drei Menschen, bei denen das Coronavirus bestätigt wurde, laut Gesundheitsamt Bremen in stationärer Behandlung. Den Angaben zufolge befinden sie sich aber nicht in einem kritischen Zustand. Alle anderen Fälle befinden sich in häuslicher Quarantäne, verlaufen demnach mild.

+++ Theaterschiff Bremen und Packhaustheater im Schnoor schließen +++

Der Spielbetrieb wird vorerst bis zum 31. März eingestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle abgesagten Vorstellungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt

+++ Focke-Museum bis auf weiteres geschlossen +++

Das Focke-Museum ist seit heute bis auf weiteres geschlossen. Alle Veranstaltungen wie Führungen, Workshops und Kinderaktionen finden bis zum 29. März nicht statt. Damit folgt das Übersee-Museum der Anordnung des Bremer Senats, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

+++ Sitzungswoche der Bremischen Bürgerschaft wird verschoben +++

Die Bremische Bürgerschaft hat wegen der Corona-Krise ihre für diese Wochen geplanten Sitzungstage abgesagt. Nach buten-un-binnen-Informationen werden die Sitzungen verschoben. Einen Ersatztermin gibt es demnach noch nicht. Im Laufe der Woche wollen die Fraktionen zusammen mit dem Vorstand der Bürgerschaft entscheiden, wann die Sitzungen nachgeholt werden können. Der Grund für die Verschiebung: Der Festsaal des Rathauses, indem während es Umbaus der Bürgerschaft getagt wird, entspricht nicht den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts.

+++ Ein Drittel weniger Passagiere am Bremer Flughafen +++

Auch der Bremer Flughafen bekommt die Folgen der Corona-Krise zu spüren: In dieser Woche wurden bisher 30 Prozent aller Flüge, die eigentlich hätten abheben oder ankommen sollen, gecancelt. Das sagte die Sprecherin des Airports, Andrea Hartmann, am Montagmittag zu buten un binnen. Auch erwartet wird für den kompletten März, dass das Passagieraufkommen um 30 Prozent zurückgeht.

+++ Livestream von Senatspressekonferenz +++

Der Bremer Senat kommt heute zu einer Sondersitzung zusammen, um über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beraten. Das teilte der Pressesprecher des Senats mit. Um 15 Uhr werden Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) und Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf einer Pressekonferenz über die Beschlüsse informieren. Auf butenunbinnen.de können Sie die Pressekonferenz im Livestream verfolgen.

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+++ Auch Stadtbibliothek Bremerhaven schließt ab heute +++

Auch in Bremerhaven schließt die Stadtbibliothek heute. Das hat der Magistrat am Montag mitgeteilt. Den Angaben zufolge bleiben die Stadtbibliothek im Hanse Carré und in Leherheide sowie der "BIB-Treff" im Wulsdorf Center vom 16. März bis einschließlich 26. März geschlossen. Alle Leihfristen werden bis voraussichtlich 15. April verlängert.

+++ In 7 Kitas und 4 Grundschulen in Bremen gibt es Corona-Verdachtsfälle +++

"Die Kitas und Schulen, die bereits wegen Verdachtsfällen geschlossen wurden, beziehungsweise an denen noch nicht endgültig ausgeräumte Verdachtsfälle bestehen, werden zunächst keine Notbetreuung anbieten können", teilt die Bremer Bildungsbehörde auf ihrer Homepage mit. Dabei handele es sich um die Kinder- und Familienzentren Betty-Gleim-Haus, Reepschlägerstraße, Heinrich-Seekamp-Straße, Grolland Fillerkamp, Kornstraße, Engelkestraße und Kapitän-Dahlmannstraße. Außerdem betreffe das die Grundschulen Rönnebeck, am Bunnsackerweg, Grolland und Alt-Aumund.

+++ TUI stellt Reisebetrieb weitgehend ein +++

Tui unterbricht wegen der Corona-Pandemie den überwiegenden Teil des Reisegeschäfts. Man habe beschlossen, "den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf Weiteres auszusetzen", teilte das Unternehmen in der Nacht zum Montag in Hannover mit. So wolle Tui "einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten", die Folgen der Verbreitung des Covid-19-Erregers abzuschwächen.

+++ Notbetreuung nur für bestimmte Berufsgruppen: Was ist mit den Kindern der Erzieherinnen? +++

Das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen: Das ist der wichtigste Tipp der Arbeitsrechtlerin Kaarina Hauer von der Bremer Arbeitnehmerkammer an Eltern, die jetzt vor der Frage stehen, ob sie noch arbeiten können, wenn die Kita zu ist. Das gilt auch für Erzieherinnen, die in Kitas wegen der Notbetreuung arbeiten müssen. Eventuell könnten sie ihre eigene Kinder in die Kita mitbringen. Auch wer gerade noch in Elternzeit ist und den Nachwuchs in der Kita eingewöhnen wollte und deshalb jetzt wohl erst später wieder arbeiten kann, solle in jedem Fall mit seinem Arbeitgeber sprechen und sagen, dass sich jetzt wahrscheinlich alles verschiebt. Dann müsse man gemeinsam eine Lösung finden. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) appellierte an Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit ihren Mitarbeitern unbürokratische und einvernehmliche Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden, sodass den Eltern keine Lohneinbußen drohen.

+++ Arbeitsrechtlerin: Bei Betreuungsproblemen zuerst mit dem Arbeitgeber sprechen +++

Was können Bremer Eltern tun, deren Kinder ab heute nicht mehr in die Kita gehen können? Fragen dieser Art beantwortet die Arbeitsrechtsexpertin von der Bremer Arbeitnehmerkammer, Kaarina Hauer, jetzt auf Bremen Vier. Das Wichtigste: "Wer jetzt ein Betreuungsproblem hat, sollte in jedem Fall das Gespräch mit seinem Arbeitgeber suchen." Grundsätzlich liege die Verantwortung für die Betreuung zwar bei den Eltern. Wer partout keine Betreuungsmöglichkeit finde, habe unter Umständen aber einen Anspruch auf eine Lohnfortzahlung für einen gewissen Zeitraum, auch wenn er oder sie nicht zur Arbeit gehen könne. Genaueres regele der Arbeitsvertrag oder eine Betriebsvereinbarung. Grundsätzlich hätten Arbeitnehmer aber ein Leistungsverweigerungsrecht, wenn ihre Kinder absolut nicht betreut werden können.

+++ Schulen und Kitas im Notmodus +++

Ab heute werden in den Schulen und Kitas im Land Bremen vorerst nur Kinder betreut, deren Eltern (beide Elternteile oder alleinerziehendes Elternteil) im Gesundheitswesen, bei der Polizei oder bei der Feuerwehr arbeiten. Schulen bieten bis zur Jahrgangsstufe acht eine Notbetreuung an. Heute wird beraten, ob weitere Berufsgruppen einen Anspruch auf Notbetreuung haben sollen.

Grafische Darstellung eines Schemas über die Eindämmung des Corona-Virus Z eit F älle Unkont r ollie r te A usb r eitung Mit Maßnahmen Quelle: Bundesgesundheitsministerium Kapazität des Gesundheitssystems

+++ Bundespräsident Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei den Bürgern um Verständnis für die Einschränkungen im täglichen Leben geworben, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. "Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten", sagte Steinmeier in einem am Montag veröffentlichten Interview des Nachrichtenportals "t-online.de". "Wir werden das Virus besiegen", versicherte der Bundespräsident. Er fügte hinzu: "Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab."

+++ Norddeutsche Länder sperren Inseln +++

Alle norddeutschen Küstenländer sperren ab heute ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, teilte die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mit.

+++ Deutschland riegelt Grenzen ab +++

Wegen der Coronakrise macht Deutschland die Grenze zu Frankreich Österreich und der Schweiz dicht. Die Schließung soll ab heute 8 Uhr gelten. Waren sollen aber weiter transportiert werden. Auch Pendler dürfen weiterhin die Grenzen passieren. Sie sollen am besten einen sichtbaren Hinweis in die Windschutzscheibe legen. Mit der Grenzschließung soll offenbar nicht nur die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Auch Hamsterkäufe von Menschen aus den Nachbarländern will die Regierung so verhindern. Die hatten in Städten nahe der Grenze offensichtlich zu Versorgungsproblemen geführt. Bundesbürger dürfen

Infografik: Händer verbreiten Krankheitserreger. Diese Grafik zeigt, wie man richtig Hände wäscht. Hände unter fließendes Wasser halten Dann gründlich abspülen Seife* 20 bis 30 Sekunden in den Händen verreiben Sorgfältig abtrocknen *oder vergleichbares Handreinigungsmittel Auch zwischen den Fingern
Quelle: BZgA, Robert Koch Institut

+++ Bremer Senat informiert über weitere Maßnahmen +++

Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronavirus-Krise stehen bevor. Dazu wollen die Länder im Laufe des Tages bundesweite einheitliche Regelungen bekannt geben. Das teilte die Staatskanzlei in Niedersachsen am Abend mit. Unter anderem geht es offenbar um Besuchsverbote in Krankenhäusern und Altenheimen. Schon jetzt setzten viele Unternehmen in Bremen und Niedersachsen auf Kurzarbeit, um Engpässe und Ausfälle zu überbrücken. Jede Anfrage wird so schnell wie möglich beantwortet, sagte die Chefin der Bundesagentur für Arbeit für Niedersachsen und Bremen, Höltzen-Schoh. Dabei würden die neuen Gesetze sehr helfen. Der Bremer Senat will im Laufe des Tages über weitere Maßnahmen informieren.

+++ Zweite Corona-Ambulanz öffnet am Klinikum Bremen-Ost +++

Am Montagmittag soll eine zweite Corona-Ambulanz im Klinikum Bremen-Ost eingerichtet werden. Die vergangene Woche eröffnete Ambulanz am Klinikum Bremen-Mitte war in den ersten Tagen teilweise stark überlastet. Schon am ersten Tag hatten Hausärzte rund 100 Patienten für die Ambulanz angemeldet. Am Donnerstag warteten zeitweise 200 Menschen auf eine Untersuchung. Als Reaktion kündigte die Gesundheitsbehörde die Einrichtung einer weiteren Ambulanz an. Auch in Bremerhaven wird es eine Ambulanz für Corona-Fälle geben. Die wird nach Angaben des Magistrates Bremerhaven frühestens Ende kommender Woche im Bereich des US Army-Hospitals eingerichtet.

Darum verspätet sich die Auswertung von Bremer Corona-Tests

Video vom 14. März 2020
Ein Plakat mit Informationen zur Corona-Ambulanz im Klinikum Bremen Mitte

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. März 2020, 19.30 Uhr