Klinikpersonal soll auch mit Corona-Infektion arbeiten

  • Klinikverbund Geno will die Mitarbeiter einsetzen, wenn sie sich gut fühlen
  • Voraussetzung: Absprache mit Hygiene-Abteilung und Tätigkeit ohne Patientenkontakt
  • Geno beruft sich auf Empfehlungen des Gesundheitsamts
Schriftzug "Gesundheit Nord - Klinikverbund Bremen" an einem Gebäude
Wenn die Geno alle Verdachtsfälle unter den Mitarbeitern nach Hause schicken würde, drohe ein Personalengpass. Bild: Radio Bremen

Medizinische Mitarbeiter der Gesundheit Nord in Bremen sollen auch dann weiterarbeiten können, wenn sie mit Corona infiziert sind. Das geht aus einem internen Schreiben der Klinik-Gesellschaft hervor. Die Betroffenen werden aber nicht mehr in Patienten-Nähe eingesetzt.

Krankenhausgesellschaft unterstützt Vorgehen der Geno

In der Mitteilung heißt es wörtlich, wer sich trotz Infektion gut fühlt, "kann grundsätzlich weiter arbeiten" – allerdings nicht mehr in Patientennähe und nur in Absprache mit der Hygiene-Abteilung, heißt es von der Geno. Der Klinik-Verbund beruft sich auf Empfehlungen des Gesundheitsamtes.

Auch die Krankenhausgesellschaft in Bremen unterstützt das – für alle Kliniken in Bremen. Sämtliche Mitarbeiter würden in der aktuellen Lage gebraucht. Wenn man alle Verdachtsfälle nach Hause schickt, droht ein akuter Personalmangel, heißt es von Geno und Krankenhaus-Gesellschaft. Corona-Erkrankte mit Symptomen werden nicht mehr eingesetzt, sondern in Quarantäne geschickt. Bundesweit wird dies demnach auch von anderen großen Krankenhäusern beispielsweise in Hannover oder Aachen so gehandhabt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 19. März 2020, 12 Uhr