Mit Blumen und Mahnwache: Bremer Aktivisten gedenken Hiroshima-Opfern

  • Fast 100 Menschen haben teilgenommen
  • Mahnwache auf dem Marktplatz zum Jahrestag der Atombombe von Hiroshima
  • Aktivisten warnten vor der Bedrohung durch Atomwaffen
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Mit einem Peace-Zeichen aus Blumen haben die Aktivisten den Opfern gedacht. Bild: Radio Bremen

Mit einer Mahnwache haben Kriegsgegner dem 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf das japanische Hiroshima gedacht. Mehrere Dutzend Mitglieder vom Bremer Friedensforum und anderen Initiativen hatten sich dafür auf dem Bremer Marktplatz versammelt. Aus bunten Blumen legten sie ein Peace-Zeichen auf das Marktplatzpflaster.

Außerdem wehte am Rathaus eine weiß-grüne Fahne mit der Aufschrift „Bürgermeister für Frieden". 75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki habe sich die Hoffnung der Überlebenden nach einer Welt ohne Kernwaffen leider immer noch nicht erfüllt, führte Bovenschulte aus. Bremen setze sich für eine friedliche Welt ein: "Die heute am Rathaus wehende Flagge des weltweiten Bündnisses Mayors for Peace symbolisiert diesen Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen."

"Nicht nur ein historisches Ereignis"

Bunte Fahnen mit Aufschriften wie Atomkraft nein Danke wehen.
Gegen Atomwaffen haben die Aktivisten protestiert. Bild: Radio Bremen

Der Abwurf am 6. August 1945 dürfe nicht nur als historisches Ereignis gesehen werden, sondern sei eine Mahnung vor der atomaren Bedrohung heute, sagte eine Sprecherin des Friedensforums. Auch Ekkehard Lentz von der selben Initiative bekräftigte die Forderung, dass die Bundeswehr keine neuen Kampfflugzeuge anschafft, die auch Atomwaffen tragen können. Außerdem wollen die Kriegsgegner, dass die US-Armee ihre Atomsprengköpfe, die in Rheinland-Pfalz lagern, von deutschem Boden entfernt.

Roland Blach von der deutschen Friedensgesellschaft forderte, dass Deutschland endlich den internationalen Atomwaffenverbots-Vertrag unterzeichnet. Auch wenn Deutschland selbst keine Nuklearwaffen besitze, sei das ein wichtiges Zeichen.

Tausende Tote in Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August 1945 wurden durch den ersten Atombombenabwurf in einem Konflikt durch ein US-Militärflugzeug auf das japanische Hiroshima schätzungsweise 70.000 Menschen sofort getötet. Drei Tage später fiel eine weitere US-Atombombe auf Nagasaki, ebenfalls in Japan. Weitere Zehntausende Menschen starben sofort. Mit den Angriffen wollten die USA im Zweiten Weltkrieg Japan zum Aufgeben zwingen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 6. August 2020, 15:00 Uhr