Kundgebung für Flüchtlinge auf dem Bremer Marktplatz

  • SPD,Grüne und Linke in Bremen wollen sich für Flüchtlinge in Griechenland einsetzen
  • Etwa 280 Bremer demonstrierten dafür auf dem Marktplatz
  • Senat ist bereit, weitere Flüchtlinge aufzunehmen

Video vom 3. März 2020
Die Mobilitätssenatorin Maike Schaefer auf dem Bremer Marktplatz bei einer Kundgebung.
Bild: Radio Bremen

Die Grünen, SPD und Linke haben eine gemeinsamen Kundgebung unter dem Motto "Evakuiert die Inseln!" auf dem Bremer Marktplatz abgehalten. Die Aktion zur Situation der Flüchtlinge in Griechenland fand am Dienstagmittag statt. "Die EU-Staaten müssen sofort humanitäre Hilfe leisten und dürfen Griechenland nicht länger alleine lassen", hieß es in dem Aufruf zu der Aktion. Bremens Umweltsenatorin, Maike Schaefer (Grüne), Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne), die Bremer SPD-Vorsitzende, Sascha Aulepp, und die Linken-Fraktionsvorsitzende in der Bremischen Bürgerschaft, Sofia Leonidakis, sprachen auf der Kundgebung.

Bund entscheidet über Aufnahme von Flüchtlingen

Unterdessen hatte Bremens Landesregierung erklärt, dass sie bereit sei, weitere Geflüchtete aufzunehmen. "Wir brauchen einen Schulterschluss von EU-Staaten, die bereit sind, ein Teilkontingent aufzunehmen", sagte Sozialsenatorin Stahmann dem "Weser-Kurier". Der Senatorin zufolge drängt die Zeit, man könne nicht warten, bis sich alle EU-Staaten geeinigt hätten. In der EU wird seit Jahren über die Verteilung von Asylsuchenden verhandelt und gestritten. In Deutschland entscheidet der Bund über die Aufnahme von Geflüchteten.

Sozialsenatorin: Bremen hat noch Kapazitäten

Das Land Bremen hat nach Angaben der Senatorin noch Kapazitäten. "Die städtischen Aufnahmeeinrichtungen sind zu rund 75 bis 80 Prozent ausgelastet." Es stünden insgesamt rund 4.500 Plätze zur Verfügung. "Ich will nicht sagen: Weil wir möglicherweise keine optimale Versorgung bieten können, bieten wir lieber gar keine", sagte Stahmann.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 3. März 2020, 19:30 Uhr