Ermittlungen nach Brandanschlag auf Restaurant in Syke eingestellt

  • Vor einem Jahr war das Restaurant durch ein Feuer zerstört worden
  • Am Gebäude wurden Hakenkreuze und fremdenfeindliche Sprüche gefunden
  • Anfangsverdacht gegen 31-Jährigen hat sich nicht bestätigt
Feuerwehr löscht Brand
Am 13. Februar war das Restaurant in Syke durch ein Feuer zerstört worden. Bild: Nonstopnews

Ein Jahr nach einem mutmaßlich rassistisch motivierten Brandanschlag auf ein Restaurant in Syke hat die Staatsanwaltschaft Verden die Ermittlungen eingestellt. Ein anfänglicher Tatverdacht gegen einen 31-Jährigen habe sich nicht bestätigt, teilte die Behörde mit.

Der nächtliche Brand am 13. Februar 2020 hatte das von einem Zuwanderer geführte Restaurant "Martini" zerstört. An der Außenwand sowie auf dem Pflaster vor dem Gebäude entdeckte die Polizei aufgesprühte Hakenkreuze und fremdenfeindliche Sprüche. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie zwei vermummte Personen Benzin als Brandbeschleuniger in dem Lokal ausgossen. Trotz einer intensiven, technisch aufwendigen Aufbereitung der qualitativ schlechten Videoaufzeichnung habe sich der Anfangsverdacht gegen den 31-jährigen Beschuldigten letztlich nicht erhärten lassen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Auch ein möglicher Zusammenhang mit ähnlichen Fällen in der Umgebung von Bremen lasse sich nicht nachweisen. An den Tatorten in Ganderkesee und Gnarrenburg hätten sich keine belastbaren Übereinstimmungen ergeben, die darauf hindeuten, dass die Brände einem oder mehreren identischen Tätern zugeordnet werden könnten, so die Staatsanwaltschaft.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Februar 2021, 14 Uhr