Durchsuchungen nach Gewalt zwischen Ultras und Hooligans

  • 17 Wohnungen in Niedersachsen und Bremen
  • Hintergrund: Ausschreitungen nach dem Werder-Spiel gegen Mainz
  • Polizei will gewaltbereiten Fußballfans Landfriedensbruch nachweisen
Eine gruppierung von Ultras läuft auf einer Straße im dunkeln.

Am frühen Freitagmorgen hat die Polizei in drei Bundesländern insgesamt 39 Gebäude durchsucht. Die Ermittler wollen gewaltbereiten Fußballfans schweren Landfriedensbruch nachweisen. Dabei haben sie etliche Beweismittel gefunden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Durchsucht wurden jeweils 17 Wohnungen in Niedersachsen und Bremen sowie 5 in Nordrhein-Westfalen. Sichergestellt wurden Computer, Handys und Kleidungsstücke. Den Ermittlern geht es darum, aufzuklären, wer bei den Ausschreitungen nach dem Werder-Spiel gegen Mainz im Bremer Steintorviertel Anfang Dezember dabei war.

Polizeieinsatz im Steintorviertel
Nach dem Werder-Spiel gegen Mainz im Dezember '17 kam es zu Auschreitungen zwischen Ultras und Hooligans. Bild: Andreas Gumz | Gumzmedia

Die Ermittler haben weit mehr Tatverdächtige im Blick als die 39 Menschen, deren Wohnräume durchsucht wurden. Die Strafe für schweren Landfriedensbruch geht von 6 Monaten bis zu 10 Jahren Gefängnis

Anhänger der Ultra- und Hooliganszene durchsucht

Anlass sind Ausschreitungen im Bremer Steintorviertel am 5. Dezember: Nach dem Bundesligaspiel waren vor einer Kneipe Bremer Ultras und Anhänger der verfeindeten Hooligans aufeinander losgegangen. Eine wüste Schlägerei begann, es flogen Flaschen, Barhocker und Steine. Fünf Menschen wurden leicht verletzt. Bereitschaftspolizisten griffen ein und nahmen elf Verdächtige fest.

Da von beiden Gruppen Gewalt ausgeübt wurde, richteten sich die heutigen Durchsuchungen sowohl gegen Anhänger der Ultraszene als auch gegen Anhänger der Hooliganszene, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Polizei hat zur Aufklärung der Vorfälle eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittlungen dauern an.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 9. März 2018, 8 Uhr