350 Demonstranten erinnern an Brandanschlag auf Bremer Jugendzentrum

  • Rund 350 Teilnehmer eine Demonstration zogen durch das Bremer Viertel
  • Polizei zeigte mehrere Demonstranten an
  • Anlass war der Jahrestag des Brandanschlags auf das Jugendzentrum Friese
Das Blaulicht eines Polizeiautos blinkt.
Die Polizei begleitete die Demonstration durchs Bremer Viertel – und zeigte einige Demonstranten an. Unter anderem, weil sie Pyrotechnik abbrannten. (Symbolbild) Bild: DPA | Daniel Bockwoldt

Im Bremer Viertel haben am Abend etwa 350 Menschen gegen Rassismus und rechte Gewalt demonstriert. Dabei kam es laut Polizei zu kleineren Zwischenfällen und leichten Verkehrsbehinderungen. Unter anderem brannten Teilnehmer Pyrotechnik ab oder hielten die Corona-Mindestabstände nicht ein. Anlass der Demo war der Brandanschlag auf das Jugendzentrum Friese im Bremer Viertel vor einem Jahr.

Brandanschlag während eines Konzertes im Jugendzentrum

In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 2020 kam es während eines Konzerts im Jugendzentrum Friese im Bremer Steintorviertel zu einem Brandanschlag. Zweimal brach Feuer aus, der Backstage-Bereich brannte aus. Mehrere Besucher erlitten Rauchvergiftungen. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts einer rechtsextrem motivierten schweren Brandstiftung. Ein abschließendes Ermittlungsergebnis ist bislang nicht bekannt.

Warum läuft die Aufklärung des "Friese"-Brandanschlags so schleppend?

Video vom 12. November 2020
Ein durch den Brandanschlag zerstörter Raum im Jugendzentrum in der Friesenstraße.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. Februar 2021, 22 Uhr