Bremer Epidemiologe Zeeb fürchtet "unbequemen Winter"

Video vom 28. Juli 2021
Epidemiologe Hajo Zeeb im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
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  • Epidemiologe Zeeb fordert präventive Maßnahmen
  • Kontaktbeschränkungen könnten schlimmste Szenarien abwenden
  • Dritte Impfung seien vor allem für Risikogruppen denkbar

Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb fordert mehr präventive Maßnahmen, um eine vierte Corona-Welle abzuschwächen. "Wenn wir es schaffen, die Kontakte wieder etwas runter zu fahren, könnten wir die schlechtesten Szenarien geringer halten und vernünftig durch den Winter kommen", sagte Zeeb im Gespräch mit buten un binnen.

Wichtig ist, dass jetzt vorbereitet wird und nicht erst im September oder Oktober, wenn man gesehen hat, dass die Zahlen bereits hochgegangen sind.

Epidemiologe Hajo Zeeb

Der Experte vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie fürchtet trotz allem einen "unbequemen Winter". "Ich glaube aber nicht, dass es ganz so schlimm wird wie im letzten Jahr", sagte er. Das liege auch an der guten Impfrate. "Die muss aber noch besser werden", sagte Zeeb. "Wir müssen uns aber auch daran erinnern, dass es nötig ist, Kontaktreduzierungen und die anderen AHA-Maßnahmen noch dabei zu haben."

Eine Dritte Impfung hält Zeeb für denkbar – vor allem für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Man müsse schon jetzt überlegen, Personen mit einem höheren Risiko früher erneut zu impfen. "Jetzt direkt zu sagen, alle müssten drittgeimpft werden, wäre noch zu früh", sagte Zeeb.

Was erwartet Bremen in der 4. Corona-Welle?

Video vom 28. Juli 2021
Ein Blick in die leere Bremer Innenstadt.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Juli 2021, 19:30 Uhr