Umstrittene A281: Bundesverwaltungsgericht erlaubt Weiterbau

  • Anwohner hatten gegen Weiterbau geklagt
  • Bundesverwaltungsgericht weist Klage ab
  • Es ging um Teilstück zwischen Neuenlander Ring und Kattenturmer Heerstraße
Video vom 2. Juli 2020
Ein Brückenträger steht neben einer Brücke.
Bild: Radio Bremen

Das Bundesverwaltungsgericht hat Anwohner-Klagen gegen ein Teilstück der Stadtautobahn 281 in Bremen abgewiesen. Die Planungen für den knapp zwei Kilometer langen Abschnitt zwischen Neuenlander Ring und Kattenturmer Heerstraße enthielten keinen durchgreifenden Fehler, entschied das Gericht in Leipzig am Donnerstag.

Fünf Anwohner hatten sich gegen den Planfeststellungsbeschluss gewandt, weil sie die Autobahn durch Bremer Wohngebiete für schädlich und unnötig halten. Sie bemängelten unter anderem die Prüfung der Varianten für die Trasse und kritisierten, dass die Planungen bereits Vorfestlegungen für den Neubau der B6n am Flughafen enthielten. Dem folgten die Bundesrichter nicht. Die gewählte Variante sei nicht zu beanstanden. Die Alternativen seien "jedenfalls nicht besser geeignet", um die Ziele des Autobahnbaus zu erreichen.

Gericht sieht Kritik der Kläger wegen B6n als unbegründet an

Die A281 ist ein Lückenschluss des Bremer Autobahnrings. Die Kritik der Kläger, dass die Planungen bereits die Strecke für die B6n am Flughafen vorwegnähmen, hat sich "nach Überzeugung des Gerichts nicht bestätigt", wie der Vorsitzende Richter Wolfgang Bier sagte. Der Planfeststellungsbeschluss lasse ausdrücklich offen, ob die Bundesstraße später als Tunnel-Variante oder als Umfahrung des Flughafens gebaut werde. Die Kläger sind nach wie vor überzeugt, dass die Pläne nichts taugen. Norbert Breeger ist einer dieser Kläger. Er sagt: "Wir sind weiterhin der Auffassung, dass es ein Fehler ist diese Autobahn zu bauen. Sie schadet mehr als sie nutzt."

Das Teilstück der A281 zwischen Neuenlander Ring und Kattenturner Heerstraße hatte das Bundesverwaltungsgericht vor zehn Jahren schon einmal beschäftigt. Damals hatte das Gericht die Planungen für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Bremen hatte daraufhin neu geplant.

Eine unendliche Geschichte: Die Planung der A 281

Video vom 3. Oktober 2019
Mann mit weiß-blau kariertem Hemd im Interview. Im Hintergund eine Karte der Stadt Bremen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 2. Juli 2020, 12 Uhr