Galopprennbahn: Bürgerinitiative nimmt Hürde für Volksentscheid

  • 24.183 gültige Unterschriften gegen Bebauung der Galopp-Rennbahn
  • Laut Wahlbereichsausschuss entspricht das 83,3 Prozent
  • Ob es zu einem Volksentscheid kommt, ist noch offen
Galopprennbahn in der Bremer Vahr

Das Volksbegehren war erfolgreich: Die Bürgerinitiative gegen die Bebauung der Galopprennbahn hat ausreichend gültige Unterschriften gesammelt. Laut Wahlbereichsausschuss waren 24.183 der rund 30.000 gesammelten Unterschriften gültig; rund 20.000 gültige Stimmen waren notwendig. Jetzt wird das Volksbegehren an den Senat und dann in die Bürgerschaft weitergeleitet. Diese muss entscheiden, ob sie es annimmt oder ablehnt.

Die Bürgerinitiative geht davon aus, dass das in einer Sondersitzung am 19. Februar geschieht. Danach könnten dann die Bürger am 26. Mai entscheiden, ob das Rennbahngelände in der Vahr bebaut wird oder nicht.

CDU will Rennbahn als Grünfläche erhalten

Das Thema hatte zuletzt zu Streit in der rot-grünen Koalition geführt. Die SPD möchte weiterhin zwei Drittel des Geländes bebauen. Björn Tschöpe, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, sagte: "Wir müssen darüber entscheiden: Wo sollen die Leute wohnen? Sollen sie hier wohnen oder sollen sie im Umland wohnen? Ich bin der festen Überzeugung, dass es ökologischer, sozialer und besser für diese Stadt ist, wenn die Leute bei uns wohnen." Die Grünen waren der Bürgerinitiative in der vergangen Woche entgegengekommen. Sie wollen nur noch die Hälfte des Geländes bebauen und neben Wohnhäusern auch noch Gewerbeflächen schaffen.

Die CDU schlägt sich auf die Seite der Bürgerinitiative und unterstützt das Volksbegehren. Im Falle einer Regierungsbeteiligung ab Mai 2019 will die CDU alle Beteiligten zu einem runden Tisch einladen, um die bestmögliche Nutzung des Geländes zu besprechen, wie Sprecherin Rebekka Grupe buten un binnen sagte. Zudem hatte die Partei eine Randbebauung bislang nicht ausgeschlossen. Die CDU will zudem eine Sondersitzung in der Bürgerschaft beantragen. Dabei wird sie unterstützt von den Linken und der FDP. Außerdem solle der Senat eigene Pläne für die Rennbahn vorlegen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. Februar 2019, 9 Uhr