Fragen & Antworten

Was Sie ab heute bei den ersten Bremen Fashion Days erleben können

Collage von 3 Sommer-Designs Bremer Modedesignerinnen
Bild: Yuna Miray, Blaucraut, Story of Mine
Bild: Yuna Miray, Blaucraut, Story of Mine

So viel Glitzer und Glamour wie bei anderen Modewochen gibt es nicht, denn die Bremer Modetage setzen auf ein anderes Konzept. Dafür kann man Mode direkt kaufen.

Was ist das Besondere an den Bremer Modetagen?
Anders als bei den großen Modewochen mit aufwendig produzierten Modenschauen und rauschenden After-Show-Parties mit Promi-Auflauf sind hier nicht Großhändler und Modeunternehmen die Zielgruppe, sondern Privatkunden. Gefällt einem die Mode, kann man sie direkt kaufen und mit nach Hause nehmen. Ansprechen soll das vor allem eine Gruppe: Menschen, die Wert auf nachhaltige Kleidung legen und dafür auch mehr Geld auf den Tisch legen wollen und können. Besserverdiener also.
Was gibt es bei den Bremen Fashion Days zu sehen?
Die Kollektionen von mehr als 50 Designerinnen und Designern aus dem In- und Ausland werden von Dienstag, 29. Juni 2021, bis Samstag, 3. Juli 2021, an zwölf Orten – darunter neun Bremer Läden – gezeigt und am Samstag in kleinen Schauen auf dem Ansgariikirchhof und im FAEX Concept-Store in der Sögestraße 56 präsentiert. Ein Bühnenprogramm, bei dem die Designer vorgestellt werden, gibt es zur Eröffnung am Dienstag, 29. Juni 2021 im OpenSpace auf dem Domshof.

Von den Designerinnen und Designern werden voraussichtlich auch einige während der Modetage in Bremen vor Ort sein, aber bei Weitem nicht alle. Laut Veranstalter gibt es Entwürfe, die in limitierter Stückzahl und unter fairen Bedingungen produziert wurden, heißt es. Es handelt sich also um "slow fashion".
Wer organisiert die ersten Bremer Modetage?
Hinter den Modetagen steht der ursprünglich aus Bremen stammende Unternehmer Ingo Müller-Dormann mit seinen Unternehmen Fashion Exchange (FAEX) und GIP Marketing & Events GmbH. Fashion Exchange betreibt bereits einen Pop-up-Store in der Bremer Innenstadt und kooperiert mit einer Ladeninhaberin im Fedelhören. Die Ware wechselt alle acht Wochen. So will man den Kundinnen und Kunden eine Vielfalt an Mode anbieten und außerdem kleine Marken sichtbarer machen.
Was bringen die Fashion Days für die Entwicklung der Innenstadt?
"Die Pandemie ist ein Brennglas für die Situation der Innenstädte", sagt Andreas Heyer von der Wirtschaftsförderung Bremen. "Angesichts des Leerstands kann man in Demut verfallen und der Sache harrend zusehen, aber das wollen wir nicht." Daher kam die Kooperation für die Bremer Modetage gemeinsam mit der Cityinitiative Bremen zustande. Denn Ziel der Fashion Days ist es, mehr Menschen in die Innenstadt zu ziehen.

Auch die teilnehmenden Geschäfte sollen etwas davon haben: Sie können während der Modetage neue Designer "ausprobieren", sehen, wie sie bei den Kundinnen und Kunden ankommen, sagt Müller-Dormann. Langfristiges Ziel sei es, dass diese Ladeninhaberinnen und -inhaber die neuen Designer in ihr Programm aufnehmen. "Ich möchte nicht, dass die Bremer nach Hamburg oder Düsseldorf fahren, um sich Fashion anzugucken. Die Hamburger sollen hierher kommen", sagt Ingo Müller-Dormann.

Mehr Informationen zu den teilnehmenden Geschäften gibt es unter www.fashion-exchange.eu.

Autorin

  • Verena Patel Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Next, 23. Juni 2021, 16:10 Uhr