Barbara Honigmann mit Bremer Literaturpreis ausgezeichnet

  • 70-jährige Schriftstellerin erhält Auszeichnung für Roman "Georg"
  • Preis ist mit 25.000 Euro dotiert
  • Förderpreis geht an Tonio Schachinger
Eine Frau schaut in die Kamera.
Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Bild: Peter-Andreas Hassiepen | Peter-Andreas Hassiepen

Die deutsche Schriftstellerin Barbara Honigmann erhält den Bremer Literaturpreis 2020. Das hat die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung am Samstag bekannt gegeben. Die Jury sprach der 70-jährigen Honigmann den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihren Roman "Georg" zu.

Die Jury lobt den Roman als das Porträt eines Bonvivants, Kommunisten und deutschen Juden, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts vergegenwärtigt. Der Blick in die Abgründe der Figur verbinde die Genauigkeit des Nahblicks mit hellwacher Aufmerksamkeit auf die bedrängenden Zeitumstände.

1986 veröffentlichte Honigmann ihr Debüt

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. 1986 erschien ihr Debüt "Roman von einem Kinde". Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen.

Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis geht 2020 an dem jungen österreichischen Autor Tonio Schachinger für seinen Roman "Nicht wie ihr". Darin porträtiert Schachinger einen Profifußballer aus Wien. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik. Die Ehrungen werden am 20. Januar im Bremer Rathaus verliehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. November 2019, 15 Uhr