Arbeiterwohlfahrt in Bremerhaven muss Lohn nachzahlen

  • Arbeitsgericht Bremerhaven entscheidet zugunsten der Beschäftigten
  • Awo muss mehrere hundert Euro nachzahlen
  • Awo prüft, ob sie Berufung einlegt
Ein Schild der "Awo Bremerhaven" an einem Gebäude.
Aus Sicht des Gerichts muss die Arbeiterwohlfahrt den Beschäftigten Sonderzahlungen und Weihnachtsgeld nachzahlen.

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bremerhaven muss vier Beschäftigten Lohn nachzahlen. Das hat das Arbeitsgericht Bremerhaven entschieden. Aus Sicht des Gerichts greift ein Vertrag mit der Tarifgemeinschaft Pflege Bremen. Danach fallen unter anderem mehr Urlaubstage und eine Sonderzahlung als Weihnachtsgeld an, die von der Awo nicht berücksichtigt wurden.

Der Wohlfahrtsverband hatte vor Gericht argumentiert, dass der entsprechende Vertrag mit der Gewerkschaft ungültig sei. So habe ein Mitarbeiter Verträge geschlossen, die er gar nicht hätte unterschreiben dürfen. Außerdem sei die Awo schon vor knapp zwei Jahren aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten.

Awo muss in vier Fällen hunderte Euro nachzahlen

Das sah das Gericht anders: Die Kündigung sei erst später wirksam gewesen. Die Awo muss in allen vier Fällen mehrere hundert Euro nachzahlen. Die Mitarbeiter nahmen das Urteil mit Freude auf. Dass ausgerechnet die Awo als Wohlfahrtsverband so vorgehe, sei nicht in Ordnung. Die Awo kann Berufung einlegen und will das jetzt prüfen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Februar 2019, 17 Uhr