Trotz Insolvenz: Betreiber von Kult-Disco Aladin machen weiter

  • Bis Januar geplante Veranstaltungen sollen stattfinden
  • Was ab Februar passiert, ist ungewiss
  • Insolvenzverwalter und Betreiber sind aber zuversichtlich
Das Aladin in Bremen.

Wie es weitergeht mit der Bremer Kult-Disco Aladin in Bremen-Hemelingen, steht noch in den Sternen. Am Abend gab der vorläufige Insolvenzverwalter Auskunft. Danach sind 58 geringfügig beschäftigte Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen und fünf festangestellte Mitarbeiter. Sie sollen zumindest bis zum Januar weiterhin ihr Geld bekommen.

Die Veranstaltungen, die bis zum Januar geplant sind, sollen auch stattfinden. Ab Februar sei dann offen, wie es weitergeht.

Bertreiber: Mussten Stubu querfinanzieren

Als Ursache für die finanziellen Schwierigkeiten nannte das Betreiberehepaar Gerdes unter anderem die schwierige wirtschaftliche Lage der Diskothek Stubu in Bremen, die bis zum 1. Dezember 2017 ebenfalls von ihnen betrieben worden war. Dorthin seien zeitweise bis zu 40 Prozent weniger Besucher gekommen. Das Aladin habe die Disco Stubu dann quersubventionieren müssen. Außerdem sei der lange Sommer in diesem Jahr generell keine gute Zeit für Clubs gewesen.

Man muss wirklich sagen, die beiden letzten Jahre liefen wirklich grausam und da mussten wir schon quersubventionieren. Wir mussten die Gewinne, die wir hier hatten da mitreinschieben. Wir sind letztlich froh, dass wir da im November rauskonnten, aber das hat noch nachgehallt, sodass wir dieses Jahr auch immer mal wieder was hinbringen mussten.

Werner Gerdes, Aladin-Betreiber

Der Verpächter des Stubu will das so nicht stehen lassen. Gegenüber buten un binnen erklärte ein Vertreter des Verpächters, dass es dem Stubu zumindest derzeit wirtschaftlich ausgezeichnet gehe.

Unterstützergruppe im Internet

Der Insolvenzverwalter und das Betreiberehepaar Gerdes zeigten sich am Abend zuversichtlich, das Aladin weiterführen zu können. Die Diskothek sei sehr beliebt und biete eine Vielzahl von Möglichkeiten. Derzeit laufen entsprechende Gespräche. "Unser oberstes Ziel ist, dass es weitergeht", sagt Werner Gerdes. Dafür kämen womöglich entweder eine Sanierung oder ein neuer Träger in Frage. Laut Insolvenzverwalter ist es aber auch nicht ausgeschlossen, dass das Aladin komplett dicht macht.

Auf Facebook hat sich inzwischen eine Unterstützergruppe für das Aladin gegründet. Sie heißt "Erhaltet das Aladin in Bremen" und hat schon mehr als 900 Mitglieder.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Januar 2018, 19:30 Uhr