Bremer Verbände sorgen sich wegen Gas-Umlage um ärmere Haushalte

Ein 50-Euro-Schein wird in eine Steckdose geschoben

Bremer Verbände sorgen sich wegen Gas-Umlage um ärmere Haushalte

Bild: DPA | Christoph Hardt
  • Bremer Verbände fordern bei geplanter Gas-Umlage mehr Unterstützung
  • Sorge: Ärmere Haushalte könnten stärker belastet werden
  • Verbände sehen auch für eigene soziale Einrichtungen Nachteile

Die geplante Gas-Umlage sorgt bei einigen Verbänden für deutlich Kritik und den Ruf nach Unterstützung. Ab Oktober sollen Haushalte nach dem Willen der Bundesregierung die Umlage bezahlen. Die Höhe ist noch nicht bekannt. Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) hatte bereits angekündigt, dass die Verbraucher dann zusätzlich mehrere hundert Euro zahlen müssten.

Die Verbraucherzentrale Bremen fordert deshalb ein Hilfspaket: "Rechtlich kann der Verbraucher kaum dagegen vorgehen, weil es sich um ein Gesetz handelt", so Nicole Bahn, Referentin in der Bremer Verbraucherzentrale. Allerdings würde der Bundesverband der Verbraucherzentrale ein Energiekrisenpaket fordern, um die Verbraucher zu unterstützen.

Starke Belastungen durch hohe Strom- und Gaspreise sieht auch der Geschäftsführer der AWO in Bremerhaven Eckhard Kroon. Seit Jahren versuche man, den Energieverbrauch zu senken, aber es gebe auch bestimmte Vorgaben. Für alte und kranke Menschen müsste es aus Sicherheitsgründen warm und hell genug sein. Energiesparmaßnahmen wie Fotovoltaik-Anlagen könne sich die AWO schlicht nicht leisten, sagte er weiter. Beim Energieversorger EWE konnte man zur gesamten Problematik noch nichts sagen. Man habe auch nur die Informationen aus der Presse, wie ein Sprecher sagte.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Juli 2022, 18 Uhr