Fragen & Antworten

Das ändert sich 2023 in Bremerhavens und Bremens Bädern

Ein Mädchen sitzt am Rand eines Schwimmbeckens und ist mit einem Handtuch bedeckt.
Bild: DPA | Annette Riedl

Die Schwimmbäder in Bremerhaven haben zum Jahreswechsel wegen gestiegener Energiekosten ihren Betrieb eingeschränkt und die Preise erhöht. Auch in Bremen gibt es Änderungen.

Weniger Stromverbrauch, niedrigere Temperaturen – Energiesparen ist in der Krise weiter das Gebot der Stunde. Öffentliche Einrichtungen sind da nicht ausgenommen. Auch in Schwimmbädern ist seit Monaten die Wassertemperatur abgesenkt. In Bremerhaven wird der Betrieb nun noch weiter zurückgefahren und Eintrittspreise steigen. Auch in Bremen wird Schwimmen teurer.

Welche Einschränkungen gibt es jetzt bei den Bremerhavener Bädern?
Neu ist: Der Saunabetrieb wird in den Bremerhavener Bädern überwiegend eingestellt. Von insgesamt vier Saunen in den Schwimmbädern der Seestadt bleibt nur noch eine im Bad 2 in Geestemünde geöffnet – die rustikale Kelo-Sauna. Und auch die Dampfbäder bleiben teilweise kalt. In den Bremer Bädern sind sogar alle Saunen geschlossen.
Blick in eine leere Sauna.
Die Kelo-Sauna im Bad 2 in Bremerhaven bleibt als einzige geöffnet. Bild: Bädergesellschaft Bremerhaven
Sauna-Fans gucken also in die Röhre – haben die Schwimmbäder normal geöffnet?
Ja, geöffnet schon, aber die Wassertemperaturen wurden in den Bädern schon in den vergangenen Monaten um ein bis zwei Grad gesenkt. Nicht mehr 27 bis 32 Grad, sondern nur noch 26 bis 31 Grad haben die Warmwasserbäder in Bremerhaven jetzt. Auch das gehört zu den Sparmaßnahmen – wegen der hohen Energiekosten.

Die meisten Badegäste hätten sich mittlerweile daran gewöhnt, sagt Robert Haase, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Bremerhaven. Nur hin und wieder würde es noch vereinzelte Beschwerden geben, vor allem von älteren Badegästen. Von den Bremer Bädern heißt es, die Wassertemperatur sei ein sehr individuelles Empfinden – es gebe Badegäste, die die angeglichenen Temperaturen als frischer empfänden als andere. Die Temperaturen seien bereits nach der Freibadsaison Ende August angepasst worden, Rückmeldungen seien seit der Berichterstattung deutlicher geworden.
Gehen deshalb weniger Menschen ins Schwimmbad?
Genaue Zahlen gibt es dazu nicht. Aber laut dem Geschäftsführer der Bädergesellschaft Bremerhaven, Robert Haase, hätten sich die Badegäste mittlerweile an die Temperaturen gewöhnt. Ein Rückgang aufgrund des kühleren Wassers sei derzeit nicht eindeutig auszumachen.

Die Besucherzahlen sind demnach aber insgesamt noch nicht wieder auf dem Niveau von vor Corona. An den Wochenenden seien die Bremerhavener Schwimmbäder aber gut gefüllt. In den Bremer Bädern haben sich die Besucherzahlen laut Bädergesellschaft seit der Pandemie wieder erholt und steigen beständig.
Das klingt doch eher positiv. Gibt es trotzdem einen Haken?
In der Tat. Wegen der gestiegenen Betriebskosten sind die Eintrittspreise in den Bremerhavener Bädern zum Jahresbeginn gestiegen. Dies soll laut Bädergesellschaft die Schließung eines gesamten Bades verhindern. Rund 10 Prozent zahlen Gäste ab sofort mehr für ihr Besuch in einem Bremerhavener Bad. Außerdem sollen weitere Angebotskürzungen auf die Badegäste zukommen. Auch in Bremen sind die Eintrittspreise zum Jahreswechsel gestiegen. Dort fällt die Anpassung mit 10 bis 30 Cent allerdings etwas geringfügiger aus.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 3. Januar 2023, 14:10 Uhr